Das Ohr im 20. Jahrhundert
Das Ohr im 20. Jahrhundert — Ein Film über den Klang, das Ohr, das Zuhören und das Gehirn nach Alfred Tomatis
„Die Klänge stellen eine der Nahrungen des Gehirns dar und gewährleisten sein gutes Funktionieren."
Kurz gefasst — Was, wenn das Ohr weit mehr wäre als ein Organ des Hörens? Dieser etwa 58-minütige Film nimmt den Zuschauer an die Hand, um Bild für Bild die gesamte Theorie von Alfred Tomatis zu durchwandern. Man geht vom unendlich Kleinen aus — der Bewegung der Moleküle, jener „Brownschen Bewegung", aus der der Klang entsteht — um bis zum unendlich Intimen hinaufzusteigen: die Stimme der Mutter, im Wasser der Gebärmutter gehört, die uns den ersten Rhythmus und das erste Verlangen zu kommunizieren einprägt. Zwischen beiden erzählt der Film die Entwicklung des Ohrs vom Fisch zum Menschen, den winzigen Steigbügelmuskel, der unser Zuhören „stimmt", den Vorrang des rechten Ohrs für das Sprechen und diese umstürzende Idee: Nicht die Welt dringt in das Ohr ein, sondern das Ohr geht die Welt suchen — weil das Gehirn ihm befiehlt, was es zuhören soll. Eine Stunde, um zu verstehen, wie Tomatis es sagt, dass „der Mensch in seiner Gesamtheit ein Ohr ist".
Die Kernpunkte
- Der Klang nährt das Gehirn: Es handelt sich nicht um ein Bild. Für Tomatis liefern die Klänge — und die Vertikalität, die das Ohr auferlegt — einen wesentlichen Teil der kortikalen Energie. Stimulationen zu entziehen heißt, zu zerstören.
- Hören ist nicht Zuhören: Man kann ein perfektes Ohr haben und nicht zuhören; man kann einen auditiven Rest haben und mit allen Kräften zuhören wollen. Zuhören ist ein Akt, eine Haltung, ein Verlangen.
- Das Ohr ist zuerst ein Energiegenerator und ein Gleichgewichtsorgan: Sein archaischster Teil, das Vestibulum, befehligt alle Muskeln des Körpers „von der Kopfhaut bis zum Zeh".
- Der Athlet des Steigbügels: Sänger, Linguist oder „Zuhörer" zu werden bedeutet, ein Virtuose des Steigbügelmuskels zu werden, des kleinsten (6 mm) und jüngsten des Körpers.
- Das rechte Ohr ist richtungweisend: Für die Sprache ist der Weg über das rechte Ohr der kürzeste; auf die linke Seite zu wechseln stellt den anderen „auf Distanz" und erschwert die Kommunikation.
- Die große Umkehrung: Man glaubte, die Information steige zu 100 % vom Ohr zum Gehirn auf. Heute weiß man, dass der Großteil der Fasern vom Gehirn zum Ohr hinabsteigt. Wir wählen, was wir zuhören.
- Alles beginnt in der Gebärmutter: Der Fötus spitzt das Ohr zur Stimme seiner Mutter, in den Höhen durch das Wasser wahrgenommen. Dieses erste Zuhören wiederzugeben würde das erwachsene Ohr wieder öffnen.
- Die Mutter, der Vater und die Sprache: Die Mutter gibt die Sicherheit und das Verlangen zu leben; der Vater ist der Logos, „die Sprache und das Gesetz", die Brücke zu den anderen.
Der Klang, diese unsichtbare Nahrung
Der Film eröffnet mit einer starken Idee: Der Mensch lebt nicht nur von den Erzeugnissen der Erde. Er braucht andere Energiequellen, und unter all den „Energiefeldern", die ihn beleben, ist der Klang wesentlich. „Wir können ebenso wenig auf den Klang verzichten wie auf das Licht", behauptet der Kommentar. Die Klänge sind eine der Nahrungen des Gehirns.
Aber was ist ein Klang? Der Film geht zum Ursprung zurück: das fortwährende Rauschen, hervorgerufen durch die unaufhörliche Bewegung der Moleküle — die Brownsche Bewegung, unter dem Mikroskop gezeigt —, dieses klangliche Gewebe, das wir im Prinzip nicht hören können. Unser Ohr nimmt einen Klang wahr, wenn ein Impuls, eine Druckänderung, diese molekulare Bewegung spürbar verändert. Die Materie neigt dazu, den Bruch des Gleichgewichts abzudämpfen; wenn dieser zu heftig ist, breitet er sich als Schwingung aus, als Welle, gekennzeichnet durch ihre Frequenz. Ein tiefer Klang ruft wenige Erschütterungen des Mediums pro Sekunde hervor; ein hoher Klang bestimmt eine Vielzahl davon. Je höher der Klang steigt, desto mehr nimmt die Zahl der Frequenzen zu.
Der reine Klang eines Labors ist eine Seltenheit: In der Natur sind die Klänge Komplexe, deren Klangfarbe von den Bestandteilen abhängt. Und das Medium zählt: Je nach den Wänden, die uns umgeben, wird der Klang absorbiert oder zurückgeworfen — das ist der Nachhall. Man kann sogar akustisch „tote" Orte antreffen. Stellen Sie einen Sänger in eine schalltote Kammer: Seine Stimme, so schön sie auch sei, erscheint schwach und ohne Klangfarbe, und es bedarf einer beträchtlichen Anstrengung, sich dort auszudrücken.
Die Kathedrale und die schalltote Kammer
Der Film verweilt bei der Wirkung eines nachhallenden Mediums auf den Menschen. In einer Kathedrale scheint sich der Schwerpunkt zu verändern: Man hat den Eindruck, nach oben gerissen zu werden, zu einer größeren Vertikalität gerufen. Ein solches Medium gibt Stimulationen — und diese Stimulationen braucht das Gehirn, um wach, schöpferisch, bewusst zu bleiben.
Umgekehrt kann ein Medium, das Stimulationen entzieht, das eine „sensorische Deprivation" einrichtet, bis zu einem Zustand der Nicht-Aktivität, des Abbaus der Struktur, ja bis zu einem depressiven Zustand führen. Daher dieser einfache Rat: sich daran zu erinnern, dass der Klang notwendig ist, mindestens ebenso sehr wie die Nahrung, und nicht zu versuchen, sein Inneres übermäßig zu dämpfen. Sich „den Kopf in Watte legen" zu wollen ist ein Ruf nach dem Kokon — aber der erste Kokon, jener der Gebärmutter, war im Gegenteil besonders klangvoll.
Wie alles begann: die Sänger und das Ohr
Der Film stellt dann Alfred Tomatis vor, Hals-Nasen-Ohren-Arzt, und zeichnet den Ursprung seiner Forschungen nach. Drei Fäden verknüpfen sich: die Radiologie, die ihn zum Hören hinlenkt; sein Aufenthalt in den physiologischen Laboratorien der Luftwaffe, wo er massenhaft Menschen beobachtet, die im Lärm arbeiten; und die Tatsache, Sohn von Sängern zu sein, was ihm sehr früh eine Klientel von Sängern beschert.
Die entscheidende Beobachtung: Bei audiometrischen Untersuchungen seiner Sänger entdeckt Tomatis, dass sie dieselbe Kurve von Hörschäden aufweisen wie die in den Lärm getauchten Arbeiter. Sein Schluss: Die Sänger zerstören ihre Ohren mit ihrer eigenen Stimme. Die Schädigung sitzt immer an derselben Stelle, in den Höhen, um 4000 Hz. Daraus keimt eine kühne Idee: Was, wenn man die Stimme verändern könnte, indem man auf das Zuhören einwirkt? Um 1946–1947 fertigt er Filter — damals schwer herzustellen — die einen Probanden in dieser oder jener Frequenzscheibe hören lassen. Indem er bei großen Sängern die beobachtete „Schädigung" nachbildet, sieht er sie nach Belieben falsch singen. „Man singt mit seinem Ohr", schließt er: Der Kehlkopf passt sich nur dem an, was das Ohr ihm diktiert.
Das rechte Ohr, Dirigent der Stimme
Eine weitere Entdeckung, die der Film in Szene setzt: Die beiden Ohren werden nicht auf dieselbe Weise beansprucht. Die Kontrolle des Zuhörens erfolgt durch ein einziges Ohr, das rechte — zumindest sollte es so sein. Der Film beweist es durch ein Experiment: Wenn man das rechte Ohr eines Sängers allmählich durch ein Geräusch verdeckt, verliert seine Stimme nach und nach ihre Klangfarbe, ihr Volumen und bis hin zu ihrer Reinheit. Man beobachtet sogar, dass die Muskulatur seines Mundes, zunächst nach rechts gezogen, nach links kippt, je mehr er gezwungen ist, sich durch das linke Ohr zu kontrollieren.
Die Erklärung ist anatomisch. Die Analyse der Klänge erfolgt in einem Areal der linken Hemisphäre; da die Nervenverbindungen gekreuzt sind, ist es das rechte Ohr, das am direktesten dorthin gelangt. Für die Stimme ist es der kurze rechte Recurrens-Nerv, der den Kehlkopf befehligt; links verläuft der Recurrens unter der Aorta, und der Weg verlängert sich um 40 bis 60 cm — eine zeitlich „100- bis 200-mal längere" Strecke. Die erste Arbeit des Kindes, noch bevor es spricht, wird darin bestehen, die beiden Hälften seines Körpers zu koordinieren und sein Zuhören nach und nach nach rechts auszurichten. Deshalb beginnt der Säugling mit Doppelsilben — Papa, Pipi, Popo.
Der Film spinnt eine sprechende Metapher: Durch das rechte Ohr zuzuhören ist wie ein Pferd mit Zügeln von 30 bis 60 cm zu halten — man bleibt Herr. Auf die linke Seite zu kippen heißt, sich zu distanzieren, den anderen auf 70 oder 140 Meter zu setzen: ein Schutz, manchmal eine Flucht. Aber mit Zügeln von 140 Metern „führt das Pferd".
Die Reise des Ohrs, vom Fisch zum Menschen
Eine lange Sequenz des Films zeichnet die Entwicklung des Ohrs nach, und das ist zweifellos sein schönstes Stück Pädagogik. Das menschliche Ohr hat drei Etagen: das äußere Ohr (die Ohrmuschel, der Gehörgang, das Trommelfell), das Mittelohr (die Paukenhöhle und ihre drei Gehörknöchelchen — Hammer, Amboss, Steigbügel) und das Innenohr, das Labyrinth.
Der Film verfolgt den Faden des Lebendigen zurück. Bei sehr einfachen Organismen findet man bereits einen Seitennerv, ausgestattet mit „Energiezentralen", die unter der Einwirkung der Strömung funktionieren. Bei bestimmten Fischen wie dem Katzenhai erscheint die Seitenlinie: ein hohles, mit Wasser gefülltes Röhrchen, mit Haarzellen ausgekleidet, das eine doppelte Rolle spielt — Nervenenergie zu erzeugen und den Fisch über seine Bewegungen und die Stärke der Strömung zu informieren. Dann zieht sich dieses Röhrchen zusammen und schließt sich, um zur otolithischen Vesikel zu werden, der eine kleine kalkige Masse, ein „Stein", beigefügt wird: Jede Bewegung des Tieres lässt die Flüssigkeiten und diese Masse sich bewegen, erzeugt Energie und misst die Bewegungen.
Der Austritt aus dem Wasser zwingt dazu, den Apparat zu komplexer zu machen, um gegen die Schwerkraft zu kämpfen. Der Film bringt eine starke Idee vor: Die aufrechte Haltung sei in der Evolution das ökonomischste und energetisch rentabelste Stadium. Bei der Schlange diversifiziert sich die Vesikel in Sacculus (Vertikalität) und Utriculus (Horizontalität), bald ergänzt durch die Bogengänge, die die Bewegungen kontrollieren. Es erscheint anschließend die Lagena, dann, bei den Säugetieren, die Cochlea — das Instrument zur Analyse der Klänge. Immer dieselben Materialien: Haarzellen, die sich in Flüssigkeit bewegen.
Das Vestibulum, dieses primitive Gehirn
Beim Menschen bilden diese Elemente das Labyrinth, das Innenohr: zugleich Energiegenerator und Kontrolleur aller Bewegungen des Körpers. Die aus Sacculus, Utriculus und Bogengängen hervorgehenden Nerven bilden den Vestibularnerv, der zu den Vestibularkernen führt — deren es vier gibt. Tomatis betont: Diese Kerne arbeiten wie ein echtes primitives Gehirn.
Von dort gehen Befehle zu allen Muskeln des Körpers aus, ohne Ausnahme: „Es gibt keinen Muskel, der nicht einen Befehl aus dem Vestibulum erhält." Jede Haltung, jedes Gleichgewicht wird so orchestriert, in Verbindung mit dem Kleinhirn, und zwischen beiden Seiten des Körpers koordiniert. Der Film erinnert auch daran, dass das Ohr durch einen Zweig des Sympathikusnervs mit den neurovegetativen Funktionen wie der Atmung verbunden ist. Daher eine Bemerkung zur Taubheit: Die Tauben sind nicht so hilflos, wie man glaubt, denn oft fehlt nur die Cochlea — ihr Vestibulum hingegen funktioniert. Ohne jedes Labyrinth aber „ist das Wesen auf ein Bündel Lumpen reduziert".
Zum Klang geboren werden: das fötale Zuhören
Der Film geht dann zum Kern des tomatischen Denkens über: das Hören vor der Geburt. Ab dem viereinhalbten Monat badet der Embryo in einem außerordentlich reichen klanglichen Universum — viszerale Geräusche der Mutter, Rhythmus ihrer Atmung, Schläge ihres Herzens, jene primitiven Rhythmen, die sich uns für das ganze Leben einprägen. Und, ferner, aber wesentlich, die Mutterstimme, zu der der Fötus das Ohr spitzt.
Die Geburt wird als ein klanglicher Umsturz erzählt. Das Wasser verschwindet schlagartig; das Kind stößt seinen ersten Schrei aus und hört zum ersten Mal seine eigene Stimme — noch verschleiert, denn in seinem Ohr bleibt Flüssigkeit, das stets auf die hohen Frequenzen abgestimmt ist. Dann leert sich das äußere Ohr, seine Stimme erstickt, und das Kind durchläuft Tage einer Beinahe-Stille, bedrängt von den Geräuschen seines eigenen Körpers, auf sich selbst zentriert. Nach und nach kommen ihm aus der Ferne Klänge zurück — vor allem zuerst die Tiefen — und es spitzt erneut das Ohr zu der Stimme, die es erkennt, wie einst in seiner fötalen Nacht. Ein ganzes Wiedererlernen beginnt, das Wochen, Monate, Jahre dauern wird.
Wie ist Tomatis auf diese Idee gekommen? Der Film lässt ihn es erzählen: durch eine Schrift, die ihn als Student beeindruckt hatte — die des Engländers Negus, dem zufolge die von nicht singenden Vögeln ausgebrüteten Eier von Singvögeln Vögel ergaben, die nicht sangen — und durch seine Praxis bei Kindern mit Schulschwierigkeiten. Indem er das Alter des Zuhörens zurückverfolgt, vom Kind zum Säugling, von der Analyse des ersten Schreis bis zu den Pforten des Gebärmutterlebens, kommt er dazu, Mikrofone und Hörer in das Wasser zu tauchen, um zu wissen, was ein Fötus hört.
Das Experiment des Wassers und das Geheimnis der Höhen
Der Film rekonstruiert dieses erste Experiment. Eine Aufnahme der Mutterstimme — die einzige, die der Fötus „von innen" hört, über die Wirbelsäule der Mutter übertragen — läuft durch eine Wanne mit Salzwasser, die das Fruchtwasser darstellt. Ein Mikrofon erfasst, was die Wasserschicht durchquert, und ein Klanganalysator offenbart, welche Frequenzen durchgehen. Indem er die Tiefen allmählich filtert, erbringt Tomatis den manchmal bestrittenen Beweis, dass die hohen Klänge durch das Wasser gehen.
Warum dieses Interesse für die Höhen? Weil das Ohr des Embryos, vollständig mit Flüssigkeit gefüllt, selbst die Rolle eines Filters spielt, der die hohen Klänge bevorzugt. Seit fast dreißig Jahren, sagt der Film, beobachtet Tomatis die spektakulären Reaktionen von Menschen, die die so gefilterte Stimme ihrer Mutter wiederhören. Klinisch „erwacht das Kind, entzündet sich, will wachsen, will sprechen", tritt in eine Dynamik der Beziehung ein. Die Höhen, erklärt er, geben Energie: Der Bereich der hohen Frequenzen mobilisiert sehr viele Nervenzellen — etwa 24 000 oberhalb von 4000 Hz, gegenüber einigen Dutzend in den Tiefen — und legt dem Kopf, also dem Vestibulum, eine Haltung auf, die den Körper aufrichtet. So lädt der hohe Klang das Gehirn wieder auf und richtet den Probanden auf.
Die Haltung des Zuhörens
Der Film betont diese Verbindung zwischen Klang und Körper. Senden Sie Höhen, und man sieht die Person sich aufrichten, die zusammengesunkene Haltung des „Verdauungstrakts" verlassen, um die aufrechte Haltung des Zuhörens einzunehmen. Es ist der Übergang von der oralen, verdauenden Seite zur Seite des Sprechens. Das Vestibulum nimmt seine ideale Position ein, der Sacculus seine Vertikalität, der Utriculus seine Horizontalität — und der ganze Körper folgt.
Damit die Sprache schön sei, sagt Tomatis, muss die Wirbelsäule streng vertikal sein, die Schlüsselbeine horizontal. Wenn die Klänge die Haltung beeinflussen, beeinflusst diese Haltung ihrerseits die Stimme und das Zuhören, positiv oder negativ. Der Film veranschaulicht es an konkreten Fällen: ein junger Mann, der, indem er sich einfach gerader hält, eine festere Stimme und ein schnelleres Sprechtempo wiederfindet.
Sonia und das, was die Kur wieder öffnen kann
Der Film gibt einer Familie das Wort. Sonia, lange als sehr autistisch betrachtet, in einer Schule für Kinder mit großen Schwierigkeiten beschult, zeigte kein Gefühl und isolierte sich in repetitiven Spielen. Nach drei Kuren von drei Wochen im Tomatis-Zentrum bezeugt ihre Mutter: Das Kind sucht nun ihre Gesellschaft, möchte bei ihr bleiben, hat in den Vokabeltests in drei Monaten um vierzehn Monate Fortschritte gemacht, spielt mit den anderen Kindern, ist in eine normale Schule übergewechselt. Und ihr Körper hat sich verändert: einst stark gebeugt, hält sie sich gerade, geht besser, läuft schneller, springt auf dem Trampolin, hat an Gleichgewicht gewonnen. Eine Verwandlung, die der Film als spektakulär darstellt — ohne sie als einzigartig auszugeben.
Für Tomatis trägt die Mutterstimme eine enorme psychologische Wirkung: als klangliche Nahrung gibt sie dem Fötus ein Gefühl der Sicherheit und überträgt ihm das Verlangen zu leben und zu kommunizieren. Aber das Ohr ist kein bloßer Empfänger; es ist durch subtile Mechanismen mit der Psyche verbunden.
Das elektronische Ohr und die Muskeln des Zuhörens
Der Film beschreibt dann den feinen Mechanismus des Zuhörens. Das Trommelfell, mit einer Trommelmembran verglichen, spannt sich oder entspannt sich je nach Intensität der Klänge, unter der Einwirkung des Hammermuskels: Je schwächer der Klang, desto gespannter das Trommelfell, um besser zu schwingen; je stärker er ist, desto mehr entspannt sich die Membran, um das Ohr zu schützen. Tiefer bilden der Steigbügel und sein Muskel ein zweites Regulierungssystem: durch ein Spiel des Drucks beruhigt oder verstärkt er die Bewegungen der Flüssigkeiten des Labyrinths und ermöglicht eine optimale Analyse der Klänge.
Aber diese beiden Muskeln können zu einem Verteidigungsmechanismus umgelenkt werden — nicht gegen zu heftige Klänge, sondern gegen Worte oder Stimmen, die als Aggression empfunden werden. So kann man, ohne sich die Ohren zuzuhalten, sich weigern, denjenigen zu hören, der uns stört. Die Gefahr ist, sich daran zu gewöhnen: Die Muskeln erschlaffen, das Ohr verliert seine Anpassungsfähigkeit, und die Kommunikation gerät durcheinander — das Ohr wird zu einem Schirm, der die Wirklichkeit verdeckt oder verzerrt.
Daher das elektronische Ohr, von Tomatis entwickelt: ein Ohrsimulator, der das Mittelohr „wiederbemuskelt", das Zuhören wiederherstellt und es zum rechten Ohr hin neu ausrichtet. Die Kur verbindet sich mit einem psychologischen Ansatz und lässt Bänder hören, die reich an hohen Klängen sind und den Patienten energetisieren sollen.
Mozart, der Gregorianik und die klangliche Geburt
Der Film widmet eine Sequenz der Musik. Mozart, erzählt Tomatis, sei sehr früh „codiert" worden — von Musik durchtränktes Gebärmutterleben, glückliche Mutter, musikalisches Milieu von Geburt an —, was seine frühreife Kreativität und seine ständige Verbindung zu „dem, was das Universum singen kann", erklären würde. Mozart in der Kur hören zu lassen, nach einer „uterinen" Phase, versetzt den Probanden in eine Haltung der Vertikalität und lässt ihn in eine außerordentliche Kreativität eintreten.
Die Kur folgt einer Dramaturgie: ein „uteriner Mozart", dann eine klangliche Geburt — der Übergang vom intrauterinen zum aerischen Hören, mit seinem Wechsel der Impedanz —, dann der Eintritt in die Vorsprache durch den gregorianischen Gesang. Der Gregorianik, unterstreicht Tomatis, verbindet zwei physiologische Rhythmen: die längstmögliche Atmung und den langsamstmöglichen Herzschlag.
Die Mutter, der Vater und die Brücke der Sprache
Der Film schließt den Kreis über die Sprache und ihre Gestalten. Die Vorsprache — jenes erste Lallen vor dem Gehen — ist ein „klangliches Spiel", zuerst mit der Mutter geteilt, in einer Sprache, die nur für sie ist. Dann kommt der Tag der Begegnung mit der Gesellschaft, und da tritt der Vater ein.
Für Tomatis gibt die Mutter ein „statisches" Leben, sie hält und beruhigt; der Vater greift „auf der Ebene der Struktur selbst" ein. Er ist der Logos — „die Sprache und das Gesetz" —, das solare Bild, die Lebensfreude, die Dynamik. Er ist die Brücke, die erlaubt, die mütterliche Festung zu verlassen, um zu den anderen und zum äußeren Licht zu gehen. Und Tomatis warnt: Die Nabelschnur wird nie wirklich durchtrennt, denn die Mutter ist das Symbol des Lebens; mit der Mutter zu brechen heißt, mit dem Leben zu brechen; aber ohne den Vater hat man keinen Schwung, man bleibt auf der Stelle.
Mit seinem Ohr sprechen
Der Film schließt mit der Formel, die alles zusammenfasst: Wenn man mit seinem Ohr singt, spricht man auch mit seinem Ohr. Man drückt nie etwas anderes aus als das, was man zu hören gelernt hat. Das ganze Vorgehen von Tomatis besteht darin, „dieses kleine hohe Geräusch" des fötalen Nirwana — die Mutterstimme — wiederzufinden und neu zu lernen, die Höhen zu bevorzugen, damit das Ohr im aerischen Leben sein Potenzial der energetischen Wiederaufladung, seine Kontrolle der Haltung und des Gleichgewichts und diese Fähigkeit des subtilen Zuhörens des anderen wiederfindet, ja „diese Fähigkeit des Menschen, durch die Musik oder die Wissenschaft das Universum zuzuhören".
Einordnung
Dieser Film wurde in den 1990er Jahren gedreht, zu einer Zeit, als die Theorien von Alfred Tomatis noch viele Widerstände erregten. Man muss ihn als das nehmen, was er ist: die Darlegung, durch Tomatis selbst, seiner eigenen Sicht. Einige seiner großen Intuitionen — das Ohr eng mit dem Gehirn, dem Körper und dem Gleichgewicht verbunden, das Zuhören als aktiver Akt und nicht als passiver Empfang, die Bedeutung der pränatalen klanglichen Umgebung und der Mutterstimme, die Spezialisierung des Ohrs je nach Sprache — berühren Themen, die die Forschung über das Hören und die Entwicklung seither erkundet hat. Andere Behauptungen hingegen gehören zur Metapher oder zum persönlichen Modell von Tomatis, und die klinische Wirksamkeit seiner Methode bleibt umstritten. Wir präsentieren diesen Film als ein Dokument des Denkens und der Geschichte, nicht als eine wissenschaftliche Demonstration: Jedem steht es frei, ihm mit Neugier und kritischem Geist zuzuhören.
Vollständige Transkription des Films
Durchgesehene automatische Transkription. Die Transkription bleibt in der Originalsprache (Französisch). Die Zeichensetzung und einige Eigennamen können Ungenauigkeiten enthalten.
L’homme bénéficie d’un cosmos qui dit non en permanence, stimulation nécessaire à son existence. Les produits de la terre ne suffisent pas à le maintenir ; en lui, il a besoin d’autres sources d’énergie. Parmi ces champs énergétiques variés qui l’activent et l’animent, le son en est un essentiel. Nous ne pouvons pas davantage nous passer de son que de lumière, par exemple. Les sons représentent en effet l’une des nourritures du cerveau, assurant son bon fonctionnement.
Encore faut-il définir ce qu’est un son, et nous allons le rappeler. L’origine des sons est, semble-t-il, le bruissement continu provoqué par l’agitation incessante des molécules. C’est là une sorte de trame des sons que nous ne pouvons, en principe, pas entendre. Cette agitation permanente est appelée mouvement brownien — nous vous en envoyons ici un modèle filmé au microscope. Notre oreille perçoit un son lorsqu’une impulsion, soit un changement de pression, modifie de manière sensible cette agitation moléculaire. De façon générale, la matière tend à amortir cette rupture d’équilibre, mais il arrive qu’elle soit tellement violente qu’elle casse la matière. Cette rupture d’équilibre forme une vibration, une onde ; elle est caractérisée par sa fréquence, basse ou autre. Un son grave provoque peu d’ébranlements du milieu ; on mesure donc peu de fréquences par seconde. Un son aigu, en revanche, détermine une multitude d’ébranlements : on peut calculer alors de nombreuses fréquences par seconde. En d’autres termes, plus le son monte, plus le nombre des fréquences augmente.
Le son pur que nous entendons en ce moment est un objet de laboratoire. Dans la nature, les sons sont des complexes ; leur timbre est fonction de leurs composantes. Il existe en outre des milieux plus ou moins sonores. Ce phénomène de réverbération est lié, si l’on est à l’intérieur, à la nature des parois qui nous entourent : elles absorbent ou, au contraire, renvoient les sons. On peut même trouver des endroits morts acoustiquement. Si l’on place par exemple un chanteur dans une chambre sourde, sa voix, si belle soit-elle, paraît faible et sans timbre. Dans une cathédrale, au contraire, le fait de parler fait chanter toutes les parois ; la structure elle-même, tout a été étudié pour que, sur le plan acoustique, tout s’éveille. Alors que si l’on entre dans une chambre sourde, à un moment donné, il faut faire un effort considérable, et la communication n’est plus la même.
Nous avons la chance de vivre dans un milieu réverbérant comme celui-ci. Premièrement, notre centre de gravité change : on a l’impression d’être happé en hauteur. Le propre des cathédrales, c’est de changer notre centre de gravité et de nous donner, à un moment donné, une sorte d’appel de verticalité beaucoup plus grand. Quelle est l’influence d’un milieu réverbérant sur l’être humain ? Elle est considérable, parce qu’il donne des stimulations, et de ces stimulations nous en avons besoin pour que le cerveau puisse avoir toujours son appel, dans une dynamique de créativité, d’appel à la conscience. Tandis qu’un milieu qui, à l’inverse, donnerait de plus en plus une déprivation sensorielle, arrive à nous induire jusqu’à un état de non-activité, pratiquement de démolition de la structure, jusqu’à rentrer, à un moment donné, dans un état dépressif qui peut conduire au suicide.
Y a-t-il des choses qu’il faut éviter chez soi ? Eh bien, se souvenir que le son est nécessaire, au moins autant que l’alimentation que l’on prend, et en tout cas ne pas s’amuser à feutrer partout comme on le fait maintenant. Le « tout-feutré » où l’on vit, sur le plan peut-être analytique, c’est un appel à un cocon que l’on cherche. Mais il ne faut pas oublier que le premier cocon, en tout cas le milieu dans lequel on a vécu, était particulièrement sonore : il ressemblait plus à l’ambiance que nous sommes en train d’entendre ici qu’à ce que l’on croit, à un moment donné, trouver en se mettant la tête dans du coton.
Depuis 1945, le professeur, oto-rhino-laryngologiste et chirurgien, a consacré sa vie, en France tout d’abord, à des recherches sur l’audition, puis le langage et la communication. S’il suscite encore des réticences en Europe, ses théories et leurs applications sont largement diffusées au Canada — à l’Université d’Ottawa par exemple, où il a travaillé dix ans, à Montréal, ainsi qu’ailleurs où sont appliquées ces recherches. Elles vont s’ouvrir aux États-Unis ; il en existe déjà un certain nombre en Europe. Nous l’avons rencontré au pied de l’abbaye du Bec-Hellouin, en Normandie, dans un village où il aime se retirer. Ce sont ses propres théories et leurs applications que nous allons vous proposer. Le chercheur a mis en évidence avant tout la relation existant entre l’oreille et le psychisme, et mis au point une cure destinée à rééduquer l’appareil auditif.
— Professeur Tomatis, comment avez-vous commencé vos recherches ?
— On pourrait les résumer sur plusieurs plans. Premièrement, je suis orienté vers la radiologie, et sans doute cela m’a orienté d’emblée vers l’audition. Deuxièmement, étant un ancien de l’Armée de l’Air, j’ai été plongé par chance dans les laboratoires de physiologie de l’armée, que j’ai dirigés ensuite pendant une quinzaine d’années, ce qui m’a donné l’opportunité de voir en masse des gens travaillant dans le bruit, et cela à partir de 1944. Troisième élément, je suis fils de chanteurs ; je me suis installé dès 1947 — et même 1946 — et là j’ai eu énormément de chanteurs, des amis de mon père, qui pensaient que je devais être spécialiste de la question puisque mon père chantait, et que je savais beaucoup de choses sur le chant — ce qui n’était d’ailleurs pas vrai.
Les deux premiers que j’ai vus : l’un était à la chambre, un chanteur mondial qui faisait tout le tour du monde, qui m’a apporté sur un plateau un diagnostic extraordinaire que je ne peux pas réfuter, puisqu’il venait du plus grand qui était proche à l’époque, qui était le grand Cognac. Ce sujet venait me montrer son larynx : il chantait faux. À juste titre, en tout cas en fonction des connaissances de l’époque, on pensait que cela voulait simplement dire avoir des cordes désaccordées, comme des cordes de violon, et qu’il fallait lui redonner les toniques au niveau du larynx. Étant jeune, je démarrais avec le diagnostic de Frœschels ; c’était tout cuit pour justement me lancer là-dedans, et je raisonnais aussi faux à l’époque. Sans doute, parce qu’il chantait faux à partir d’un certain animo, c’était parti d’un demi-bémol : ce genre de faussetés, quand c’est naturel, ça revient toujours sur la même note. S’il avait chanté faux à ce niveau-là, et si vraiment les cordes étaient désaccordées, il aurait dû chanter… Je m’engageais dans le même système, et moi aussi je pensais que des thérapies pouvaient retendre des cordes — notamment de la strychnine. J’en ai donné de si bon cœur, voyant qu’il me chantait toujours faux malgré les années, que j’ai pu lui en donner des quantités si massives qu’il a été gêné, à un moment donné, jusqu’à presque avoir cette envie sur scène… Mais il a chanté faux tout le temps.
Cet incident — ça m’est arrivé deux fois — a fini par me frapper et me faire penser que le larynx, ce n’étaient sûrement pas des cordes que l’on faisait chanter, parce que mon larynx, je l’avais hypertendu, et que mes gens chantaient toujours faux. Et c’est là où il y a toujours quelque chose qui apparaît et qui surgit, toujours du hasard ou de la réflexion, une synthèse qui se fait dans un cerveau qui marche tout seul. Toujours est-il que le rapprochement s’est fait : je faisais des radios, je pensais plus à l’oreille qu’au reste, et l’idée m’est venue de faire, à un moment donné, des examens audiométriques de mes sujets qui chantaient. Et là, je les ai vus, comme des ouvriers : ces gens présentaient la même courbe de dommages, de lésions auditives, que mes gens qui étaient plongés dans le bruit depuis longtemps. La conclusion que j’en tirais, c’est que les chanteurs cassaient leurs oreilles avec la voix qu’ils faisaient.
Effectivement, quand on plonge une oreille dans le bruit, elle fait une lésion. Cette lésion est toujours au même endroit, dans les aigus ; elle commence à un endroit bien spécifique, qui est le 4000 Hz — pour le non-spécialiste, le 4000, c’est un « nut » au-dessus de la flûte. Donc, sur le plan de la communication habituelle, on ne s’en rend pas compte : on peut très bien avoir une lésion à 4000 et vivre. Mais malheureusement cette lésion augmente, en s’élargissant ; elle gagne les aigus et les graves, et à un moment donné, quand elle touche au-dessous d’un demi-Hertz, les ennuis commencent à apparaître : le sujet entend mais ne comprend plus. Ça s’appelle une surdité professionnelle. Eh bien, les chanteurs font une surdité professionnelle.
Ce qui m’intéressait, c’était de voir le rapport : si on pouvait, en touchant cette surdité professionnelle, changer la voix des sujets ou pas. À l’époque, vers 1946-1947, j’ai essayé de fabriquer des filtres. Ça n’existait pas comme maintenant ; en électronique, tout ça est banal aujourd’hui, mais à l’époque c’était difficile de l’élaborer. J’ai fait des filtres, c’est-à-dire des appareils qui, au lieu de filtrer la lumière, filtraient le son, et qui me permettaient de faire entendre des sujets dans telle tranche ou telle autre tranche de son que je voulais — comme si l’on voulait supprimer le rouge d’une vision, le bleu ou le vert. En introduisant chez de grands chanteurs qui avaient de bonnes voix les mêmes filtres, par exemple, que la lésion que j’avais observée chez mes chanteurs au départ — que je voyais chanter faux —, je les ai vus chanter mal, je les ai vus ne plus chanter. J’arrivais donc à changer complètement leur mécanique de réponse. Et là, l’oreille, pour moi, a pris une dimension colossale : j’ai vu qu’on chante avec son oreille, et que le larynx ne faisait que s’adapter à ce qu’elle pouvait lui dicter.
Autre découverte du professeur Tomatis, qu’il fit à peu près à la même époque : les deux oreilles ne sont pas mises à contribution de la même manière. Le contrôle de l’écoute ne se fait que par une seule oreille, et c’est la droite — du moins devrait-il en être ainsi, selon le professeur. Ce déséquilibre nécessaire entre les deux oreilles est tel que, si l’on empêche peu à peu, par une injection de bruit quelconque, un chanteur d’entendre par l’oreille droite, sa voix perd progressivement de son timbre, de son volume et même de sa justesse. Écoutez bien ce qui va arriver à notre chanteur au bout de quelques instants. Parallèlement à ce contrôle par l’oreille droite, on peut observer chez notre chanteur qu’il utilise avant tout la partie droite du visage : c’est toute la musculature de sa bouche qui tire vers la droite. On remarque en même temps que la bouche du chanteur passe de la droite vers la gauche, au fur et à mesure qu’on lui assourdit l’oreille droite, c’est-à-dire au moment où il est obligé de contrôler sa voix avec l’oreille gauche.
Le son va au cerveau, et ensuite retourne dans le larynx pour être contrôlé. Eh bien, le chemin droit est beaucoup plus court. Si on passe par le côté gauche, l’allongement vient de plusieurs faits, et si on étudie les temps qu’il faut pour que tout cela se passe, on se rend compte que le chemin gaucher est 100 à 200 fois plus long, dans le temps, que le côté droit. Tout comme nous avons deux yeux, deux oreilles, deux narines, la bouche, la langue et le larynx sont également divisés en deux et se trouvent sous le contrôle de deux groupes de nerfs différents, à gauche ou à droite. En outre, les deux hémisphères du cerveau ont chacun une fonction différente. Tout ce qui concerne l’audition est analysé dans une aire située à l’extérieur de l’hémisphère gauche. Comme les connexions nerveuses sont croisées, c’est donc l’oreille droite qui est utilisée directement, et par le chemin le plus court. Il en va de même pour le contrôle de la partie droite de la bouche et du larynx par le nerf récurrent, qui passe sous l’artère. Si l’oreille droite est abandonnée au profit de l’oreille gauche, le chemin va s’allonger considérablement : à droite, le cerveau ne comporte aucune zone prévue pour l’analyse des sons, il va donc renvoyer l’information à gauche ; et si depuis là la commande est envoyée au larynx gauche, le chemin s’allonge de 40 à 60 cm, car le récurrent gauche passe sous l’aorte.
Le premier travail de l’enfant, avant même d’apprendre à parler, va être de coordonner les deux parties de son corps, dont la symétrie n’est qu’apparente, et de diriger progressivement son écoute avec son oreille droite. C’est pour cette raison que le nourrisson commence toujours par dire des choses en bisyllabique : papa, pipi, popo. Il ne le fait pas comme je vous le dis — écoutez bien, ça n’arrive pas « pipi popo » un grave, ou alors « papa, pipi, popo » en fonction du larynx qui démarre.
— À quel âge se met en place l’écoute parlante et droite ?
— Dès l’instant où va s’introduire la communication. On a la chance, si l’on prend la voie droite, qu’il n’y ait pas de problème, ça va tout seul. Pour peu qu’il y ait quelques problèmes — et ces problèmes sont toujours des choses qui ne se font pas, des erreurs de départ, la personne qui était là, comme on l’a rencontrée, qui est en règle la mère, ne se faisant pas —, eh bien, on risque de voir l’enfant basculer, passer du côté gauche. Le côté gauche donne un avantage : le chemin est plus long, il donne aussi l’impression de mettre l’autre à une certaine distance, une zone de protection, une sorte de fuite. Et si on s’amuse à calculer — je disais le temps, mais le son évoluant dans l’espace en fonction du temps peut aussi nous donner des distances — : être droitier de l’oreille, c’est s’écouter et écouter l’autre comme si on était collé à lui, avec des distances de l’ordre de 30 à 60 cm. Si on met l’oreille gauche, on se distancie facilement, comme si on était entre 70 et 140 mètres. On a créé donc une sorte de défense. Je prends un exemple un peu brutal : un père peut brailler tant qu’il veut, l’enfant se met à 40 mètres, et le père a l’impression de perdre tout ce qu’il veut ; l’autre a l’air d’être protégé. L’inconvénient, c’est que si on ne sait pas rebasculer ensuite sur l’oreille droite, eh bien, quand on voudra s’entendre soi-même, on s’en trouvera gêné, car à un moment donné on est perdu, on ne trouve pas l’image de son instrument. Ce serait vouloir conduire un cheval : si les rênes sont de l’ordre de 30 à 60 cm, on est maître du cheval ; si on a des rênes de 140 mètres, c’est le cheval qui conduit.
Anatomiquement, rappelons-le, l’oreille comporte trois étages. Le premier, l’oreille externe, avec tout d’abord le pavillon, seul élément visible de l’oreille, et dont la forme permet déjà un rôle d’amplification et de filtrage : c’est un ensemble de cartilages, de muscles et de ligaments. Du pavillon, par le conduit auditif externe, fermé au fond par une membrane, à gauche de l’image, qui joue un rôle très important dans la fonction d’écoute : c’est le tympan. Maintenant, si l’on traverse le tympan, on débouche sur l’oreille dite moyenne, nommée caisse du tympan, où l’on va rencontrer trois osselets : le marteau, l’enclume et l’étrier. Cette chaîne des osselets représente un système essentiel, selon le professeur Tomatis, dans le réglage et l’adaptation des sons. Les trois osselets débouchent enfin sur le dernier étage, le plus profond et le plus complexe : l’oreille interne, nommée labyrinthe. C’est un appareil comportant, à droite de l’image, un centre contrôlant l’équilibre, ainsi que, à gauche sur votre écran, la cochlée, instrument d’analyse des sons et de recherche énergétique.
C’est une sorte de coque remplie de liquides et tapissée de cellules sensorielles. On en observe déjà une ébauche très primitive avec l’hydroméduse, un organisme très simple chez qui l’on remarque un nerf latéral. Ce nerf est équipé de centrales énergétiques et fonctionne sous l’action du courant de l’eau. Au cours de l’évolution des espèces, ce système, tout en restant fondamentalement le même, va se perfectionner et s’adjoindre un appareil d’orientation. Chez certains poissons comme la roussette, au nerf latéral s’ajoute le tube latéral : c’est un tube creux qui borde l’œil et entoure le poisson ; on le retrouve de chaque côté de l’animal. Ce tube creux est rempli d’eau, car il est pourvu d’ouvertures lui permettant d’être en communication avec le milieu extérieur, c’est-à-dire l’eau. Ce tube fonctionne comme un générateur d’énergie — énergie qui va être distribuée sous forme d’impulsions nerveuses, permettant ainsi au poisson de bouger.
Vu de dessus, le tube latéral, percé d’orifices, est doublé par un nerf appelé nerf latéral. Pour fonctionner comme générateur d’énergie, ce tube latéral, qui est donc rempli d’eau, est tapissé de cellules sensorielles appelées aussi cellules ciliées : ce sont des cellules garnies de cils et disposées en petites rangées. C’est l’eau qui passe dans le tube qui fait vibrer les cils à de très hautes fréquences ; les stimulations ainsi provoquées sont alors transmises au nerf latéral, qui les convertit à son tour en impulsions nerveuses. Ce même tube latéral répond à une deuxième fonction : si l’agitation des cils provoque de l’énergie nerveuse, l’angle que ces cils forment avec la surface du tube varie selon les déplacements du poisson. Les mouvements de ces cils permettent ainsi au poisson de connaître la nature de ces déplacements et la force du courant : il ressent par exemple s’il descend ou s’il monte vers la surface.
Dans la chaîne de l’évolution, et chez certains poissons déjà, la ligne latérale va se contracter et se refermer pour devenir la vésicule otolithique. Premier avantage : en supprimant toute la longueur de la colonne d’eau, on supprime aussi le facteur d’inertie qu’elle représentait. Cette vésicule otolithique travaille exactement comme l’ancien tube latéral, avec des cellules ciliées plongées dans un milieu liquide. Ainsi que la ligne latérale, la vésicule otolithique est sensible aux variations de déplacement du liquide, qui sont désormais à l’intérieur. Pour augmenter cette sensibilité, elle s’adjoint une petite masse calcaire, sorte de caillou : chaque fois que l’animal tourne la tête, change de position, il fait bouger les liquides et cette masse, générant ainsi de l’énergie et mesurant en quelque sorte ses déplacements.
La vie aquatique ne posait pratiquement pas de problème de pesanteur, mais dès que l’animal va sortir de l’eau pour s’engager dans la vie aérienne, il lui faut complexifier son appareil afin de répondre à des besoins énergétiques accrus, et afin de contrôler désormais de mieux en mieux sa verticalité. À en juger par la démarche de l’évolution, la posture verticale constituerait, pour l’instant, le stade le plus économique sur le plan des dépenses vitales et le plus rentable en production énergétique. Chez le serpent par exemple, la vésicule otolithique se complexifie et se diversifie en un saccule, chargé de contrôler la verticalité, et en un utricule, qui veille à l’horizontalité de l’animal. À l’utricule s’ajoute un appareil de canaux semi-circulaires, dont le rôle va être de contrôler les mouvements. Même si l’appareil se complexifie, son rôle reste fondamentalement le même : engendrer de l’énergie et contrôler les mouvements. Les matériaux utilisés n’ont pas changé : des cellules ciliées bougeant dans du liquide.
Lorsque apparaît, chez certains animaux, une nouvelle adjonction nommée lagena, on peut observer que certains d’entre eux redressent sensiblement la tête. Ce lagena est développé au maximum chez les oiseaux, chez qui l’on rencontre une ébauche d’oreille moyenne. Va lui succéder la cochlée, dont la présence va déterminer la verticalité et qui est également l’instrument spécifique d’analyse des sons. Ce sont ces différents éléments qui forment, chez l’homme, le labyrinthe, c’est-à-dire l’oreille interne. C’est un générateur d’énergie, et il permet également de contrôler tous les mouvements du corps. Enfermée dans une coque qui va fabriquer ce qu’on appelle le labyrinthe osseux, émergent de là des nerfs : ceux du recul, du circuit de chacun des canaux semi-circulaires, pour fabriquer ce qu’on appelle le nerf vestibulaire, lequel aboutit, à un certain niveau, aux noyaux vestibulaires. Les noyaux vestibulaires sont au nombre de quatre, et grâce aux nerfs qui vont partir de ces niveaux — et je dois bien signaler que ces quatre noyaux opèrent comme un cerveau primitif, c’est un vrai cerveau —, une commande va être faite sur tous les muscles du corps, sans exception.
Il n’y a pas un muscle qui ne va bénéficier, à un moment donné, d’une commande venant du vestibule. Autrement dit, chaque fois que je vais être obligé de prendre n’importe quelle posture ou d’équilibre, grâce au jeu du labyrinthe, eh bien, je vais avoir une information envoyée à mes muscles, et je vais prendre la posture bien définie. Sans entrer dans les détails — c’est un peu trop long —, chaque muscle, bien sûr, envoie l’information de sa position ; ça retourne, à un certain niveau, dans un relais qui va être un peu plus haut. Ce relais est au niveau d’une partie du cervelet, mais le cervelet lui-même est informé par les noyaux du vestibule, qui va donner, à un moment donné, une transmission pour savoir aussi collecter ces informations et les renvoyer au vestibule. Bien : il y a à tout moment un jeu du vestibule, qui sait tout ce qui se passe, et il joue des deux côtés. Il y a une sorte de connexion qui va se faire, parce qu’un des noyaux — celui-ci, le plus interne des noyaux de relais, celui que nous avons dessiné ici, le noyau de Deiters qui est ici — va de l’autre côté et va pouvoir innerver le muscle de l’autre côté.
Chaque commande, tout ce que nous voulons faire à un moment donné, nous avons la possibilité de le réaliser et de le faire, même en fonction de notre volonté, parce que tout est apprêté par un labyrinthe qui met tout en fonction. Si vous voulez, le labyrinthe organise tout le moteur, et notre volonté, grâce à un faisceau qu’on appelle le faisceau pyramidal, eh bien, c’est le conducteur. C’est de l’oreille encore, et du tympan plus précisément, que par l’un des rameaux du nerf sympathique — nerf qui va contrôler les fonctions du système neuro-végétatif, la respiration, etc.
— L’oreille est-elle sourde dans ces conditions ? Les sourds ne sont-ils pas démunis ?
— Les sourds ne sont pas aussi démunis que l’on croit ; c’est une question qui vient toujours à l’esprit, il est vrai. Mais les sourds ont le vestibule qui marche très fort ; ce qui leur manque, c’est la cochlée, une cochlée qui ne répond pas dans la totalité de la bande passante normale. Mais être sourd profond, c’est déjà très rare, et à ne pas avoir de labyrinthe en totalité, c’est exceptionnel. S’il n’y avait pas d’oreille du tout, pas d’oreille interne, l’être serait réduit à un paquet de chiffons, un homme végétatif.
Sans nul doute, l’embryon entend dès l’âge de quatre mois et demi : aujourd’hui, tout le monde s’accorde à le reconnaître. L’univers sonore dans lequel il est plongé est extraordinairement riche en fréquences de toutes sortes. Tout d’abord, il décrypte les bruits viscéraux de sa mère, ceux de la respiration de sa mère, les battements cardiaques. Ces bruits sont associés ; ce sont les rythmes primitifs qui s’impriment en nous pour toute notre existence. Dans ce contexte sonore, une présence plus lointaine et complexe, exprimant des sentiments, provoquant des sensations, un bruit vers lequel le fœtus tend l’oreille : la voix maternelle.
Lorsque vient le moment de la naissance, l’eau dans laquelle baigne l’embryon disparaît d’un seul coup. Pour lui, un premier décodage sonore va s’amorcer. Des sons plus graves, plus diversifiés, lui parviennent progressivement, au fur et à mesure qu’il s’engage et qu’il se rapproche de l’ouverture. Il entend des sonorités ; il perçoit la respiration haletante de sa mère, le bruit des instruments. Sa tête se dégage, son premier cri : il vient d’entendre sa propre voix pour la première fois. Mais il ne la perçoit que d’une certaine manière, car il reste du liquide amniotique dans son oreille, qui est toujours accordée aux fréquences aiguës. Mais très vite, le son perd de sa richesse, car l’oreille externe se vide déjà, et on ne s’habitue pas en quelques secondes à l’écoute aérienne. Il entend encore sa propre voix, qui peu à peu va s’étouffer elle aussi. Et là, durant des jours, l’enfant va entrer dans un silence difficile : il est assailli par les bruits de son propre corps, ceux de sa respiration haletante, de sa digestion douloureuse, de sa vie végétative. Il est coupé de l’environnement, centré sur lui-même, sur son souci de vivre. Peu à peu, cependant, dans le lointain, des sons lui parviennent à nouveau : c’est que son oreille commence à s’ouvrir, mais il en perçoit surtout, maintenant, les fréquences graves. Une voix qu’il reconnaît : il tend l’oreille vers cette voix, comme autrefois dans sa nuit fœtale. L’enfant va devoir, peu à peu, réapprendre à entendre. Cet apprentissage va durer des semaines, des mois, des années, jusqu’à ce que soit renoué, à travers l’air environnant, le contact qu’il avait naguère avec la voix maternelle, lorsqu’il se trouvait au sein de l’univers intra-utérin.
— Comment avez-vous découvert que le fœtus humain entend ?
— J’ai été introduit surtout dans cette histoire par deux voies. Premièrement, par un écrit qui m’avait stupéfait quand j’étais étudiant : un terrain anglais — un auteur qui s’appelle Negus — qui prétendait que les œufs d’oiseaux chanteurs, couvés par des oiseaux non chanteurs, finissaient par ne pas chanter à la sortie. J’ai toujours voulu faire l’expérience ; j’avais mis des œufs, mais je n’ai eu ni les oiseaux ni le temps de la faire en définitive. Une deuxième voie, c’est que, guérissant des enfants qui avaient des troubles scolaires en changeant leur audition, j’avais la chance d’avoir des succès — des succès qui ont toujours fait avancer. Et là, je me suis rendu compte très rapidement que je tendais à faire que les enfants entendent comme s’ils avaient cinq à sept ans, et je me suis demandé : pourquoi pas quatre ans ? Pourquoi pas trois ans ? Je cherchais toujours la manière d’écouter d’un enfant plus jeune, ou d’entendre plus jeune, et je suis arrivé comme ça jusqu’à savoir comment le nourrisson entendait, en prenant son cri, en l’analysant, pensant qu’il était le premier à injecter dans son oreille cette première information, et peut-être à la contrôler. C’est vrai que, très rapidement, le nourrisson contrôle sa voix. Et puis j’étais donc arrivé aux portes du démarrage : pourquoi pas le fœtus, comme les œufs ? Si bien que l’idée m’est venue d’essayer de savoir si un fœtus entend dans l’utérus, et j’ai plongé des microphones, des écouteurs, dans l’eau, et j’ai essayé de voir ce qui se passait.
Voici la reconstitution de la première expérience du professeur Tomatis. Aujourd’hui, cette installation est remplacée par du matériel électronique. Un enregistrement de la voix maternelle passe dans un magnétophone. Cette voix maternelle, rappelons-le, est la seule voix que le fœtus entend de l’intérieur, en quelque sorte, puisqu’elle lui est directement transmise par la colonne vertébrale de sa mère. La cuve pleine d’eau représente donc la poche de liquide amniotique, qui n’est autre que de l’eau salée. Le haut-parleur est plongé dans l’eau ; en face de l’émetteur se trouve un microphone qui capte les émissions diffusées dans la couche d’eau. Cette voix, amplifiée, modulée, va passer à travers un appareil d’analyse du son, permettant d’observer quel type de fréquence — aiguë ou grave — passe à travers la couche d’eau. Ce n’est pas tellement important de savoir ce qui peut passer en totalité ; si l’on s’amuse à faire l’analyse de l’information qui passe, on va se rendre compte, en regardant bien, qu’il y a, à un moment donné, des fréquences qui passent un peu à tous les niveaux : il y a des graves, et ceci, après déjà les compléments, il va nous rester visible. En filtrant progressivement les graves, le professeur Tomatis fait la preuve que des sons aigus passent à travers l’eau, ce qui est parfois contesté.
Pourquoi cet intérêt pour les aigus ? Parce que, pour lui, l’écoute intra-utérine n’est pas une simple question de transmission des sons. L’oreille de l’embryon, contrairement à la nôtre, est totalement remplie de liquide, et cela lui permet de jouer en elle-même un rôle de filtre qui privilégie les sons aigus. Depuis près de trente ans, le professeur Tomatis a observé, à chaque fois, les réactions spectaculaires des gens qui réécoutent la voix de leur mère filtrée dans les aigus.
— Quelles sont les preuves du résultat ?
— Ce n’est pas la clinique seulement ; là, immédiatement, il se passe en profondeur des choses extraordinaires. L’enfant s’éveille, s’allume, veut grandir, veut parler, va rentrer dans une dynamique de relation avec la mère, alors que tous les sons, pris autrement, l’endorment — et ce n’est pas ce que nous cherchons. Encore une fois, nous voulons réveiller le désir, la communication. — Mais pourquoi est-ce que les sons aigus provoquent de l’énergie, donnent de l’énergie à l’enfant et au fœtus ? — On se rend compte que la plage de communication, ce sont les aigus, et justement la plage qui attaque le plus de cellules nerveuses. Cette plage-là répond d’un nombre incalculable de cellules par rapport à la plage des graves : il y a quelques dizaines de cellules, pour tout dire, dans les graves, alors qu’il y en a 24 000 dans la période des aigus, à partir de 4000 Hz. Plus on attaque des cellules qui sont très sensibles, plus, par étage d’amplification au niveau du cerveau, on a la chance d’avoir des stimulations, donc de l’énergie. Et en plus, pour attaquer ces 24 000 cellules, la tête est obligée de prendre une position spatiale qui fait que le vestibule — car il y a à la fois le vestibule et la cochlée, et la cochlée occupe une partie différente du vestibule, c’est lui qui donne la position dans l’espace —, eh bien, le vestibule est obligé de se mettre en horizontalité, le saccule en verticalité : ce sont les postures qui donnent le plus de stimulations à ces niveaux-là. Si bien que là, on a également une grosse stimulation cérébrale.
Si on envoie des aigus, on voit la personne se redresser et prendre, à un moment donné, sa posture d’écoute, et non pas cette posture qui est celle du tube digestif, qui a envie de manger, comme beaucoup de gens se représentent encore le nourrisson — qui est là, la bouche… Ça passe de la face orale, digestive, à la face de la parole : c’est une phase et une autre phase. Et ce qui est important aussi, c’est que dès que le vestibule a pris cette posture idéale, le corps prend sa verticalité, puisque nous jouons en même temps par les contractions. Une verticalité, c’est non seulement une mise en place du gyroscope vestibulaire par le sextant qu’est la cochlée, mais également une posture de tout le corps ; et pour que le langage soit beau, il faut que la colonne vertébrale soit strictement verticale, et les deux omoplates, les deux clavicules, strictement horizontales.
Si les sons, qu’ils soient graves ou aigus, influencent la posture, cette posture, à son tour, va influencer la voix et l’écoute, positivement ou négativement.
— Ce que j’aime beaucoup, c’est mon village, ma famille ; toute la Suisse, c’est une unité.
La sonorité de la voix est importante, non seulement pour se faire écouter, mais aussi parce que notre propre voix est l’un de nos premiers éléments de recharge sonore. Elle est plus forte encore en se tenant tout simplement plus droit : ce jeune homme va retrouver une voix plus ferme et un débit plus rapide.
— Où habites-tu ? — À Tronet. Et puis on travaille seulement le samedi, autrement c’était dur. — Vous travailliez durant la semaine ? — C’était très chouette. C’était du portugais qui nous poussait au travail. On a refait la maison ; en plus, on a fait la peinture, on a remis les poutres apparentes, on ne les avait pas avant, on a supprimé deux pièces.
L’originalité du professeur Tomatis est de proposer une cure qui permet de rétablir l’écoute et de pallier, par là même, aux différents troubles de la communication. Sonia a subi trois cures de trois semaines au centre Tomatis, à Paris.
— La première fois, c’était en août de l’année dernière. Avant de venir, elle était considérée comme très autistique ; elle fréquentait une école pour enfants arriérés. Elle ne manifestait aucun sentiment, elle essayait de s’isoler, jouant avec de petites choses d’une manière très répétitive. Après notre venue, elle recherche ma compagnie, elle désire rester avec moi — ce qui était une grande joie pour moi, après six ans d’attente. La chose que j’ai remarquée, et que l’école a remarquée aussi, c’était ses progrès. Elle a été testée après trois mois, et elle avait progressé de quatorze mois selon les tests de vocabulaire de base. Une autre chose que j’ai remarquée, sur le plan de l’intégration avec les enfants : elle joue plus avec eux et désire plus être avec eux. Et elle est passée de l’école pour enfants retardés à une école normale. Elle avait le dos très voûté, et maintenant elle s’assoit bien droite ; tout le monde a remarqué que, la plupart du temps, elle se tient droite. Elle marche mieux, elle saute très haut sur le trampoline — ce qu’elle ne pouvait pas faire avant —, elle court plus vite et a beaucoup amélioré son équilibre.
Sonia, qui refusait tout contact avec le monde, a rejoint les autres, et cela en moins d’une année. C’est une aventure spectaculaire, mais qui est loin d’être unique parmi les patients du professeur Tomatis. Pour lui, la voix maternelle comporte un impact psychologique énorme : elle représente une nourriture sonore qui donne au fœtus un sentiment de sécurité ; elle transmet à l’enfant le désir de vivre, celui de communiquer. Mais cela ne suffit pas : l’oreille ne fonctionne pas comme un simple récepteur, elle est liée au cerveau, donc au psychisme, par des mécanismes subtils.
Lorsque nous entendons, le son passe par le tympan, que l’on peut comparer à la membrane d’un tambour : il se tend ou se détend suivant l’intensité des sons, et cela sous l’action du muscle du marteau, un osselet planté dans le tympan. Plus le son est faible, plus le muscle du marteau tend le tympan pour qu’il vibre mieux ; plus le son est fort, plus la membrane est détendue, pour protéger l’oreille. À partir du tympan, selon le professeur Tomatis, le son est transmis à travers notre boîte crânienne et fait vibrer le labyrinthe osseux dans sa totalité. Cette vibration met en mouvement les liquides qui sont à l’intérieur du labyrinthe et qui vont permettre l’analyse des sons. Mais ce labyrinthe n’est pas totalement fermé : il comporte un orifice, et c’est là-dessus que va s’appuyer l’étrier, qui, avec son muscle, forme un deuxième système de régulation des sons. Par un jeu de pression, suivant les besoins, il apaise ou amplifie les mouvements liquidiens, permettant ainsi une analyse optimale des sons.
Mais il arrive que ces deux mécanismes d’adaptation des sons — cette musculature de l’oreille moyenne — soient utilisés d’une façon inconsciente comme mécanisme de défense : une défense non pas contre des sons trop violents qui pourraient endommager l’oreille interne, mais tout simplement pour se protéger de sonorités, de voix ou de propos que le sujet ressent comme une agression psychologique. On peut ainsi, sans se boucher les oreilles, refuser d’entendre quiconque nous dérange, nous inquiète ou nous blesse. Le risque que cela comporte, c’est d’en prendre l’habitude, ce qui se traduit, sur un plan moteur, par un relâchement des deux muscles permettant ce réglage des sons. L’oreille, perdant ainsi son pouvoir d’accommodation, engendre toutes sortes de troubles au niveau de la communication, et devient parfois un écran masquant ou déformant la réalité extérieure, isolant ainsi le sujet.
Mais une oreille peut être rééduquée à n’importe quel âge. Pour cela, le professeur Tomatis a mis au point un appareil nommé oreille électronique, et qui est en fait un simulateur d’oreille. Son travail consiste tout d’abord à remuscler cette oreille moyenne, chargée d’adapter les sons, rééduquant ainsi l’écoute. Progressivement aussi, l’oreille électronique réoriente l’écoute directrice par l’oreille droite. La cure est associée généralement à une autre approche, purement psychologique : le professeur Tomatis travaille depuis longtemps avec des psychologues et des psychiatres ; lorsqu’il a réalisé à quel point l’écoute est subjective, il a lui-même acquis une formation dans ce domaine. Enfin, les bandes que l’on fait entendre sont riches en sonorités aiguës, destinées à énergiser le patient, qui, grâce à cette rééducation, va progressivement accepter la cure.
— Une naissance et une vie : un travail utérin fantastique, dans une mère imbibée elle-même dans la musique, une mère qui avait l’air d’être heureuse, sans problème disons ; et sa naissance, ensuite, a été impliquée dans un milieu musical. Son système nerveux, pour nous, a eu la chance d’être codé dès le départ, dans un bain musical, de rythmique et, au fond, de Mozart. Mozart, ensuite, restera toujours codé à ce niveau-là, et toute sa production — puisqu’il commence à produire dès l’âge de trois ans et demi ses premières compositions, à l’âge de quatre, cinq, six ans —, eh bien, c’est qu’il a d’emblée imprimé ce système nerveux, et il restera cette sorte de communication avec la musique, mais avec un grand thème, et non pas des musiques : il semble être vraiment branché sur ce que l’univers peut chanter, et sa sécrétion, permanente, toute sa vie, restera cette musique de jeune, impliquant des battements beaucoup plus rapides sur le plan cardiaque. Quand on passe du Mozart, on voit qu’effectivement il était équipé cardiaquement comme le nourrisson ; peut-être avait-il codé son système nerveux pour avoir les mêmes réponses. Et quand on passe du Mozart, le sujet rentre dans une créativité absolument extraordinaire : il a envie de produire, de dessiner, d’écrire, il se met en posture, assise mais de verticalité, comme s’il était au piano. Et une fois que nous avons utilisé ces musiques, que ce stade est passé, à les entendre toujours comme si le sujet les entendait, cela envoie un salut terrible. Donc on fait un Mozart très utérin, et puis, à la sortie — puisqu’un jour la naissance, ça se fait, et quand nous voyons, par les dessins, ce qui se passe, on pense que le moment est opportun pour accoucher —, à ce moment-là nous faisons ce qu’on peut appeler un accouchement sonique, c’est-à-dire qu’on définit ce qu’il faut pour passer de l’audition intra-utérine à l’audition aérienne, qui se trouve liée à des changements d’impédance, c’est-à-dire de résistivité de l’air. Autre chose qui joue, et c’est là le jeu de l’oreille moyenne qui commence à se faire : nous utilisons aussi la boîte de la mère, si nous estimons que la boîte de la mère est bonne ; sans quoi nous passons celle de la musique, toujours Mozart. Et à une époque où Mozart est intégré, nous allons dans une autre étape, qui s’appelle pour nous le pré-langage, en commençant par le chant grégorien, qui est le meilleur. C’est une zone de plus de qualité pour atteindre des verticalités, c’est toujours un chant aigu. Si on regarde bien ce qu’est le grégorien, c’est l’association de deux rythmes physiologiques : celui de la respiration la plus longue possible, et l’autre d’un battement cardiaque le plus long possible.
Le pré-langage : les premiers balbutiements à travers lesquels l’enfant s’exprime, généralement avant l’âge de la marche, c’est-à-dire avant qu’il ait atteint réellement le stade de la verticalité. Si c’est là un moment très gratifiant pour les parents, cela représente, pour l’enfant, un passage important durant lequel il fonde son langage. À ce moment-là, selon le professeur Tomatis, si la mère est impliquée affectivement, le père, lui, va intervenir au niveau même de la structure.
— Je pense que le réel plaisir, c’est d’être des éléments de communication. Communication, communion : c’est le même mot. Et cette communion s’établit d’abord avec la mère, une sorte de jeu sonique avec elle, et d’un langage qui n’était que pour elle — papa, pipi, popo —, avec la sémantique que ce langage n’avait que pour elle. Et puis, un jour, il faut rencontrer la société, et c’est à travers justement ces pré-langages, je crois, que se fait la rencontre du père. Et là, malheureusement, je crois que l’éducation, qui nous apprend tout à l’université, de A à Z, et tout à n’importe quel niveau de A à Z, ne nous apprend jamais à être père ni mère. Le père, lui, montre ce que l’on entend, désigne, le perçoit ; le père est le Logos, le langage et la loi. « Le père gronde », ça veut dire expliciter ce que sont les choses : le père est le premier pédagogue, il est celui qui doit tout apporter. Le père est vu par l’enfant comme l’image solaire, c’est la joie de vivre, c’est la dynamique de la vie. La mère donne une vie statique, qui maintient et qui est là ; et si le père ne vient pas avec le claquement qu’il peut avoir, l’enfant restera pris dans les rets de la mère, et voudra presque, à la mère, ne pas pouvoir prendre son envol. Il ne pourra pas aller vers les autres, il ne pourra pas devenir, et donc les autres ne pourront pas le lui demander. Le père est ce pont jeté sur le vide ; il permet de partir de la forteresse qu’est la mère vers la lumière extérieure. Alors les mères ont peut-être un peu peur, comme la psychologie actuelle le laisse croire, que si jamais le père, la société, prend l’enfant à la mère… Et en plus, dans les amis, surgit comme une crainte la coupure du cordon ombilical, quelque chose de phénoménal — maintenant on ne peut pas couper ce cordon. Eh bien, un cordon ombilical ne se coupe jamais, on ne peut pas le faire, car la mère est le symbole de la vie : si on coupe avec la mère, on coupe avec la vie ; si on coupe avec le père, on n’a pas l’envol, donc on reste sur place.
Le père représente la clé du langage. Et si, en quelque sorte, on chante avec son oreille, ainsi que nous l’avons vu, on parle également avec son oreille, c’est-à-dire que l’on n’exprime jamais que ce que l’on a appris à entendre. En repassant par les différents stades du développement de l’écoute, on va faire surgir parallèlement les paliers successifs de l’apparition du langage, chez des enfants qui ne parlaient pas.
— Qu’est-ce que ça veut dire ? C’est très beau, tous ces troubles de langage, ces troubles importants de communication, de concentration, ou d’agir sur des états. — Selon le professeur Tomatis, c’est passer d’un environnement limité par les parois utérines à un milieu aux limites infiniment plus reculées. D’une certaine façon, on ne quitte jamais le milieu maternel ; on lui donne seulement d’autres dimensions. Les parois utérines vont s’agrandir jusqu’aux limites du berceau, de la chambre, de la famille, du quartier, de la planète, et ainsi de suite. Il en va de même pour l’oreille : tout son travail va être de retrouver ce petit bruit aigu, rappelant le Nirvana fœtal, et qui est la voix maternelle. L’adulte, grâce à une activité d’accommodation permanente donnée par la musculature de l’oreille, doit, sa vie durant, tendre à privilégier l’écoute des sons aigus. De cette façon, l’oreille retrouvera, dans sa vie aérienne, son potentiel de recharge énergétique grâce au son aigu, son contrôle constant de la posture et de l’équilibre, ses possibilités de concentration. Elle va permettre cette fonction d’écoute subtile de l’autre, en dehors même du langage, et peut-être même cette faculté de l’être humain, à travers la musique ou la science, d’écoute de l’univers.