Mitteilungsblatt der A.F.A.P.P. Nr. 1 (April 1983)
Mitteilungsblatt der Französischen Gesellschaft für Audio-Psycho-Phonologie Nr. 1 — April 1983
Mitteilungsblatt der Französischen Gesellschaft für Audio-Psycho-Phonologie (A.F.A.P.P.), Nr. 1, April 1983. Der Umschlag trägt den Kopf „Association Française d’Audio-Psycho-Phonologie“, den Titel „Bulletin A.F.A.P.P.“, den Vermerk „Avril 1983“ und die Nummer „N° 1“. Es handelt sich um die erste, als „bescheiden“ und „einführend“ bezeichnete Ausgabe, die zu einem Ort der Kommunikation und des Austauschs zwischen den Mitgliedern werden soll, mit einem gewünschten vierteljährlichen Erscheinen.
Die Ausgabe beginnt mit einem auf den 27. April 1983 datierten und vom Präsidenten der Gesellschaft unterzeichneten Editorial: Nach „einem stillen Jahr“ will die A.F.A.P.P. die Kontakte zwischen ihren Mitgliedern vervielfachen, sich nach außen öffnen und die kommenden Tage von Angoulême vorbereiten, deren Arbeiten sich auf den Zuhörtest und auf die Abstimmung der Standpunkte im Hinblick auf eine mögliche Forschung konzentrieren sollen. Eine Rubrik stellt anschließend die Beziehungen zur S.A.P.F.I. vor, der italienischen Gesellschaft für Audio-Psycho-Phonologie mit Sitz in Verona, ihren Präsidenten und seine Mitarbeiter sowie ein Vorhaben des Austauschs und der Begegnungen in den Pyrenäen im Sommer; auf eine Bibliografie italienischer Artikel zum Zuhörtest wird hingewiesen. Es folgen verschiedene Vereinsinformationen: eine an eine Zeitschrift für Kinderneuropsychiatrie gerichtete Richtigstellung zu einem Ende 1982 erschienenen Artikel, die Ankündigung (und anschließende Absage) eines Ausbildungszyklus, die Erstellung eines Verzeichnisses, das Vorhaben einer thematischen Bibliografie, die Erinnerung an die Beiträge und der Aufruf zu Beiträgen für das Mitteilungsblatt Nr. 2.
Das Mitteilungsblatt gibt anschließend den Bericht über die Tage von Narbonne vom 22. und 23. Januar 1983 wieder, die nach Gruppenmethoden geleitet wurden und etwa dreißig Teilnehmer zusammenführten. Aus diesen Tagen stammt eine lange Liste von Fragen der Fachleute (Rolle der Logopädie, Ausbildung, Auswertung und Durchführung des Zuhörtests, Einstellung der Geräte, Verwendung der Frequenzen, therapeutische Indikationen usw.), gefolgt von den gemeinsam erarbeiteten und nach Themen geordneten Antworten. Diese Antworten behandeln insbesondere die Unterscheidung zwischen der A.P.P.-Technik und dem Namen ihres Erfinders, das „Abgleiten in den Mythos“ sowie die an Universitäten und Krankenhäusern durchgeführten Arbeiten über die Wirkungen des Klangs. Die Ausgabe enthält die Wiedergabe eines Presseartikels über den „Mythos Tomatis“ und endet mit einem Verzeichnis der Mitglieder (Namen, Adressen und Telefonnummern), das hier zu Dokumentationszwecken wiedergegeben wird und personenbezogene Daten darstellt.
Historischer Kontext — Im Jahr 1983 wurde die Methode der Audio-Psycho-Phonologie von Alfred Tomatis in Frankreich von der A.F.A.P.P. verbreitet und pflegte Verbindungen zu Schwestergesellschaften im Ausland, darunter die italienische S.A.P.F.I. Diese erste Ausgabe des Mitteilungsblatts zeugt von den Bemühungen um die Strukturierung des Netzwerks der Fachleute: Bündelung der Fragen aus der Praxis, Standardisierung des Zuhörtests und Stellungnahme angesichts der medialen und wissenschaftlichen Kritik an der Methode und der Person ihres Gründers.