A.-P.-P.-Inter-Centres-Bulletin Nr. 12 (Februar 1978)
Bulletin der Internationalen Gesellschaft für Audio-Psycho-Phonologie Nr. 12 — Februar 1978
Bulletin der Internationalen Gesellschaft für Audio-Psycho-Phonologie (A.I.A.P.P.), Nr. 12, Februar 1978. Der Umschlag trägt den gedruckten Briefkopf „Association Internationale d’Audio-Psycho-Phonologie“ und den Titel „Bulletin A.-P.-P. Inter Centres“ (im Text mit dem Kürzel B.I.C. bezeichnet); es dient als Bindeglied zwischen den Zentren, die Alfred Tomatis’ Methode der Audio-Psycho-Phonologie (A.P.P.) praktizieren.
Diese erste Ausgabe des Jahres 1978 beginnt mit einem Editorial, das zwei praktizierenden Ärzten gewidmet ist, zwei Brüdern, deren Beiträge sich durch die Ausgabe ziehen. Der erste, der ältere der beiden, ist in einer militärischen neuropsychiatrischen Abteilung tätig und stellte auf dem Kongress von Pau Arbeiten über den Beitrag der Kur mit dem Elektronischen Ohr im Krankenhausumfeld vor (ein Bericht ist als Anhang beigefügt). Der zweite, praktizierender Arzt, zeichnet für den Haupttext der Ausgabe verantwortlich, „Die Befreiung des Ödipus oder die Krankheit der Medizin“ — ein Titel, der einem Werk von Professor Tomatis entlehnt ist: darin entfaltet er eine Reflexion über die gegenwärtige Krise der Medizin, über das Spannungsverhältnis zwischen Allgemeinmedizinern und Fachärzten und über den Stellenwert des Zuhörens in der Beziehung zwischen dem Arzt und seinem Kranken. Ein offener Brief eines anderen Mitglieds führt diese Debatte fort, indem er auf eine Mitteilung über die Verhandlungen zur Erstattung der Kuren durch die Sozialversicherung antwortet und das Prinzip einer therapeutischen Beziehung verteidigt, die eher auf dem Zuhören als auf einer rein administrativen Logik beruht.
Das Bulletin versammelt sodann die praktischen und aktuellen Rubriken des Netzwerks: den detaillierten Kalender der A.P.P.-Ausbildungssitzungen (Sitzungen S1, S2 und S3) für das erste Halbjahr 1978, aufgeteilt zwischen dem Zentrum in Paris und dem Zentrum in Carboneras sowie in Montreal und Ottawa; die Fortsetzung eines Dossiers „Warum Mozart?“, das anhand zitierter Texte die Freiheit und die Objektivität der Mozart’schen Klangwelt erkundet; den Bericht über den Besuch eines südafrikanischen klinischen Psychologen in Frankreich, der von einem südafrikanischen A.P.P.-Team entsandt wurde, um Professor Tomatis zu treffen und mehrere europäische Zentren zu besuchen; und die Schilderung der Reise nach Kanada Ende 1977 eines A.P.P.-Teams, das gekommen war, um Ausbildungssitzungen abzuhalten und den V. Internationalen Kongress vorzubereiten (vorgesehen für Mai 1978 in Toronto und Montreal). Die Ausgabe schließt mit den üblichen Rubriken — Veröffentlichungen, englisches Glossar der Audio-Psycho-Phonologie, Presseschau, Hörfunk und Fernsehen, Vorträge und Kongresse — ergänzt im Anhang durch ein Anmeldeformular und das Kongressprogramm. Die erwähnten Personen und klinischen Situationen werden hier allgemein dargestellt, ohne Wiedergabe namentlicher Daten.
Historischer Kontext — 1978 wird Alfred Tomatis’ Methode der Audio-Psycho-Phonologie von einem internationalen Netzwerk von Zentren verbreitet, die in der A.I.A.P.P. zusammengeschlossen sind. Diese Ausgabe zeugt sowohl von der medizinischen Verankerung der Methode (Reflexion über die ärztliche Praxis, Forschung über das Elektronische Ohr in einer Krankenhausabteilung, Debatte über die Erstattung der Kuren) als auch von ihrer internationalen Ausbreitung, mit Ausbildungssitzungen außerhalb Frankreichs, Austausch mit Fachleuten aus Südafrika und der Vorbereitung des V. Internationalen Kongresses in Kanada.