A.-P.-P. Inter-Centres Bulletin Nr. 7 (April 1977)
Bulletin der Internationalen Gesellschaft für Audio-Psycho-Phonologie Nr. 7 — April 1977
Bulletin der Internationalen Gesellschaft für Audio-Psycho-Phonologie (A.I.A.P.P.), Nr. 7, April 1977. Der Umschlag trägt den gedruckten Kopf „Association Internationale d’Audio-Psycho-Phonologie“ und den Titel „Bulletin A.-P.-P. Inter Centres“ (im Text mit dem Kürzel B.I.C. bezeichnet); es dient als Bindeglied zwischen den Zentren, die die Methode anwenden. Die Rubriken erwähnen zudem die Tätigkeit der französischen Vereinigung (A.F.A.P.P.).
Diese Ausgabe beginnt mit einer wichtigen technischen Aktualisierung der A.P.P.-Tonbänder, die seit Januar 1975 unverändert geblieben waren: eine neu gestaltete Darstellung, die die Bänder „Musik und Gesang“, „Kinder und Jugendliche“ und „Erwachsene“ nach Seitenfarbe unterscheidet, sowie eine ausführliche Erläuterung des Codierungssystems (Stimmmerkmale, Bandinhalt, Integrationsstufe, Seriennummer). Eine Rubrik „Technische Probleme“ zieht Bilanz über das Aufnahme- und Wiedergabematerial (Revox-Vollspur-Tonbandgeräte, Projekt eines mit dem Elektronischen Ohr gekoppelten Tonband-Abspielgeräts, zweiarmige Kopfhörer und Kopfhörer für Kinder, die mit den LEM-Werken entwickelt wurden). Das Bulletin stellt anschließend die neuen Raster des Hörtests vor, die auf Wunsch der Anwender erarbeitet wurden, mit einem für die Beobachtungen des Fachmanns während der Durchführung reservierten Feld. Es folgt der Bericht über das 3. Seminar der A.F.A.P.P., das am 19. und 20. Februar 1977 in Lyon stattfand (Beiträge zur Elektronik und zur idealen Hörkurve). Eine Rubrik „Die Presse und die A.P.P.“ gibt einen Artikel der Tribune de Genève über die pädagogische Anwendung des Elektronischen Ohrs in Genf und Lyon wieder.
Der zweite Teil der Ausgabe eröffnet eine Reihe von Studien zum Thema „Der Autismus und die A.P.P.“, die die A.P.P.-Techniken unter den therapeutischen Ansätzen zum frühkindlichen Autismus verorten soll. Sie stützt sich insbesondere auf die Arbeiten der Professoren Rendle-Short und Rolando O. Benenzon, aus denen eine semeiologische Beschreibung der beobachteten Verhaltensweisen und ein theoretisches Modell des „Ich“ des autistischen und schizophrenen Kindes (mit Schemata illustriert) übernommen werden. Das Bulletin lädt die Fachleute ein, ihre klinischen Beobachtungen im Hinblick auf die kommenden Ausgaben mitzuteilen. Die angeführten klinischen Beispiele sind allgemein gehalten, ohne namentliche Daten.
Historischer Kontext — 1977 wird die Methode der Audio-Psycho-Phonologie von Alfred Tomatis durch ein internationales Netz von Zentren verbreitet, die innerhalb der A.I.A.P.P. zusammengeschlossen und in Frankreich durch die A.F.A.P.P. vertreten sind. Dieses Bulletin veranschaulicht die Vereinheitlichung der Werkzeuge der Methode (Tonbänder, Codierung, Hörtest, Material) und das Bemühen, das Elektronische Ohr im Verhältnis zu den damals in den Krankenhauskreisen diskutierten Therapien des frühkindlichen Autismus einzuordnen.