Bulletin der Internationalen Vereinigung für Audio-Psycho-Phonologie (A.I.A.P.P.), Nr. 8, Juni 1977. Der Umschlag trägt den gedruckten Kopf „Association Internationale d’Audio-Psycho-Phonologie“ und den Titel „Bulletin A.-P.-P. Inter Centres“ (im Text mit dem Kürzel B.I.C. bezeichnet); es dient als Bindeglied zwischen den Zentren, die die Methode praktizieren, und nennt das Sekretariat der A.I.A.P.P. in der 68, boulevard de Courcelles in Paris. Die Rubriken vermitteln zudem die Tätigkeit der französischen Vereinigung (A.F.A.P.P.).

Diese Ausgabe beginnt mit einer technischen Notiz, die auf eine Informationsanfrage von Professor Tomatis antwortet: eine ausführliche Erläuterung der „verdichteten Klänge“. Der Text unterscheidet zwischen absoluter Dichte und realer Dichte, beschreibt das Verfahren aufeinanderfolgender Filterungen und der Wiederverbindung der Klangmatrizen und verknüpft diese Technik mit der physiologischen Struktur des Ohres (logarithmische Anordnung der Zellen des Corti-Organs). Sie nennt die betreffenden Bänder — verdichtete Musik, Kinderreime, Gregorianik, Texte und gefilterte Zischlaute — und ihre allgemeinen klinischen Indikationen (beidseitige Hypakusis, Ménière-Schwindel, depressive Syndrome, bestimmte Kommunikationsstörungen) und unterstreicht zugleich die Komplexität ihrer Herstellung.

Das Bulletin stellt anschließend das Leben der Ausbildung und des Netzwerks vor: Ankündigung der wissenschaftlichen Tage der A.F.A.P.P. in Carcassonne (2.-3. Juli 1977), die für einen abgesagten Kongress in Monaco vorgesehene Beiträge aufgreifen; Erhebung der A.P.P.-Ausbildungssitzungen des Jahres 1976-1977 (Sitzungen an den Sprachzentren von Paris und Freiburg sowie in Carboneras, Spanien) mit einer Reflexion über die Anwerbung der Teilnehmenden; Notiz über das Pariser Sprachzentrum als Einrichtung der Weiterbildung; Bericht über die Einführungstage vom 23.-24. April 1977 in Paris; Liste der im Sommer geöffneten Zentren. Mehrere Fallstudien veranschaulichen die Anwendung der Methode, gefolgt von einer Rubrik über die der A.P.P. gewidmeten Universitätsarbeiten und von Lesenotizen über die Kinderzeichnung. Die Ausgabe berichtet ferner über Reisen und Vorträge (Tag von Pau, Wochenende in Freiburg, internationaler Serozytologie-Kongress in Montreux), gibt einen Frage-Antwort-Briefwechsel über „die A.P.P. und die Logopädie“ wieder und setzt die Serie über den frühkindlichen Autismus fort. Die klinischen Beispiele und die genannten Personen werden hier allgemein wiedergegeben, ohne die namentlichen oder persönlichen Daten des Dokuments zu übernehmen.

Historischer Kontext — Im Jahr 1977 wird die Methode der Audio-Psycho-Phonologie von Alfred Tomatis durch ein internationales Netz von Zentren verbreitet, die innerhalb der A.I.A.P.P. zusammengeschlossen und in Frankreich von der A.F.A.P.P. vertreten sind. Diese Ausgabe bezeugt die Strukturierung der Ausbildung der Fachleute, die Bemühung um Verbreitung (wissenschaftliche und Einführungstage, Weiterbildung) und die technische Vertiefung des Elektronischen Ohrs sowie den Willen, die Methode im Verhältnis zu den damals diskutierten Therapien des frühkindlichen Autismus zu verorten.