Mitteilungsblatt der Association Internationale d’Audio-Psycho-Phonologie (A.I.A.P.P.), Nr. 5, Dezember 1976. Das Dokument stellt sich als „Bulletin Inter-Centres" (im Text mit dem Kürzel B.I.C. bezeichnet) dar, bestimmt für die Verständigung zwischen den die Methode praktizierenden Zentren. Der gedruckte Briefkopf nennt „Association Internationale d’Audio-Psycho-Phonologie"; die Rubriken unterscheiden im Übrigen die Tätigkeit des französischen Vereins (A.F.A.P.P.).

Diese Nummer eröffnet mit der Organisation der A.P.P.-Ausbildung für das Jahr 1977, während die Zahl der Zentren und die Nachfrage nach Spezialisierung zunehmen. Sie führt den Lehrgang im Einzelnen auf: vorausgehende obligatorische Didaktik, in drei Sitzungen gegliederte Grundausbildung (S1 theoretisch, S2 zur praktischen Vertiefung, S3 klinisch, häufig in Anwesenheit von Professor Tomatis durchgeführt), einmonatiges Praktikum, sodann obligatorische jährliche Auffrischung. Drei Formeln werden vorgeschlagen (gestaffelte Sitzungen, durchgehendes Praktikum von einem oder zwei Monaten, oder über ein bis zwei Jahre verteilte Wochenenden), mit einem vollständigen Kalender der Daten und Orte (Zentren von Paris, Fribourg und Carboneras). Eine umfangreiche Rubrik „Die Presse und die A.P.P." verzeichnet die in mehreren Zeitschriften erschienenen Artikel (Son, Parents, La Recherche, Enfants Magazine, Science et Avenir) und gibt die vom Verein versandten Schreiben wieder, die an die zeitliche Priorität der Arbeiten von Tomatis über das intrauterine Hören und die mütterliche Stimme erinnern. Es folgen Berichte über regionale Seminare (Nancy), Einführungstage, Nachrichten der ausländischen Zentren (Ottawa, Südafrika, Genf, Lyon), die Rückkehr von Paul Madaule, ein Aufruf zur Abfassung von Fallstudien, unterzeichnet von L. A. Tomatis, und ein langer Briefwechsel, in dem Professor Tomatis zwölf Fragen zur Sprache, zu den Zivilisationen des Hörens, zu den Sprachen und zur geistlichen Dimension des Klangs beantwortet.

Historischer Kontext — 1976 verbreitet sich die Methode der Audio-Psycho-Phonologie Alfred Tomatis’ über ein internationales Netzwerk von mehr als siebzig Zentren, strukturiert um die A.I.A.P.P. und in Frankreich von der A.F.A.P.P. weitergetragen. Dieses Mitteilungsblatt zeugt vom Bemühen um die Institutionalisierung der Ausbildung und vom Willen, die zeitliche Priorität der Forschungen von Tomatis anerkennen zu lassen, dessen Gesundheitszustand sich damals in Genesung befindet, gegenüber einer wissenschaftlichen Literatur, die sie nur selten erwähnt.