Dokumentarisches Zeugnis. Erinnerung, berichtet von Toni Maha Evangelopoulos, Psychologin, wissenschaftliche Leiterin des Tomatis-Zentrums in Griechenland, während ihrer Auftritte im griechischen öffentlichen Fernsehen (EPT TV, April 2010). Aus dem Griechischen übersetzt. Sie verortet die Szene bei einer Präsentation an der Académie française 1987 — Ort und Datum sind in den Archiven zu überprüfen.


Tomatis unterschied die Luftleitung von der Knochenleitung des Schalls — Letztere durch das Skelett, jene, durch die der Fötus die Stimme seiner Mutter erkennt. Evangelopoulos erzählt, ihn dies öffentlich vorführen gesehen zu haben:

„Man bat Professor Tomatis, eine ‚Knochenstimme’ hören zu lassen. Er sagte: ‚Gut, nehmen Sie das Mikrofon’ — er legte es neben sich, setzte sich, die Lippen geschlossen, vollkommen ruhig. Und wir alle im Publikum hörten eine Stimme von der gegenüberliegenden Tür, von der Decke, von überall her kommen. Wir fragten uns: ‚Aus welchem Mikrofon kommt diese Stimme?’ Als es vorbei war, sagte er lachend: ‚Von mir — mit geschlossenem Mund.’ Mit einer derart pulsierenden Schwingung, dass niemand orten konnte, dass die Stimme aus seinem Mund kam: Sie trat über den Knochen aus."

Sie fügt hinzu, dass sie selbst diese Technik erlernt habe — „nicht um zu singen, sondern um sie zu lehren", für jene, die die Sitzungen durchlaufen.


Anmerkung der Redaktion: Bericht einer direkten Zeugin, wiedergegeben so, wie von ihrer Autorin berichtet.