Video-Zeugnis. Fernsehgespräch (Sendung „Psychologies, nouvelle génération"), Datum noch zu bestätigen. Violaine Chrétien, Logopädin, praktiziert die Tomatis-Methode — die Audio-Psycho-Phonologie — seit rund dreißig Jahren. Darin erzählt sie von ihrer Begegnung mit der Methode und beschreibt ihre Praxis. Die Transkription wurde aus den automatischen Untertiteln des Videos erstellt, korrigiert und mit Satzzeichen versehen; einige Formulierungen bleiben ungefähr.


In diesem Gespräch erzählt Violaine Chrétien, wie sie zu der von Alfred Tomatis entwickelten Methode gekommen ist, und erklärt anschließend, an Beispielen, wie sie sie heute bei Kindern und Erwachsenen einsetzt. Ihr Ton ist der einer Praktikerin, die ihre Praxis darlegt, nicht der einer wissenschaftlichen Demonstration.

Ein Interview, das zur Berufung wird

Als Logopädin sei sie der Methode zunächst durch Zufall begegnet. Für eine kleine Vereinszeitung wollte sie Professor Tomatis selbst interviewen; man kündigte ihr eine Wartezeit von sechs Monaten an. Aus Zeitmangel wird sie an eine andere, bereits ausgebildete Logopädin vermittelt, die sie zu einem langen Gespräch empfängt — und ihr nebenbei anbietet, mit ihr den für die Methode typischen „Hörtest" durchzuführen.

Die Erfahrung trifft sie tief. Am nächsten Tag sitzt sie im Behandlungsraum dieser Kollegin, den Kopfhörer auf den Ohren, und durchläuft die Methode an sich selbst. Sie behält das Gefühl einer inneren Veränderung, bis hinein in ihre Stimme:

„Es hat meine Stimme verändert, das heißt, meine Freunde hinterließen mir keine Nachricht mehr auf meinem Anrufbeantworter, weil sie mich nicht mehr erkannten."

Überzeugt erprobt sie den Ansatz an Kindern, die sie seit einem Jahr in klassischer Logopädie begleitete. Angesichts der Ergebnisse beschließt sie, zwei Jahre Studium aufzunehmen, um die Methode zu erlernen, und tut sich dann mit jener zusammen, die sie empfangen hatte. „So begann mein Tomatis-Abenteuer."

Wer war Alfred Tomatis, und was er erahnte

Sie zeichnet danach die Gestalt des Begründers nach: Alfred Tomatis, HNO-Arzt, Sohn eines Sängers, der auch in der Luftfahrt tätig war. Indem er Menschen, die Lärm ausgesetzt waren, Audiogramme abnahm, soll er festgestellt haben, dass ihre Hörkurve geschädigt war — und die Hypothese eines engen Zusammenhangs zwischen Ohr und Stimme aufgestellt haben: Ihm zufolge konnte „die Stimme nur das wiedergeben, was das Ohr richtig hörte".

Genau hier, sagt sie, knüpft sich die Unterscheidung, die das Herz der Methode bildet — und an die sie sorgfältig erinnert: Man kann sehr wohl hören, ohne zuzuhören. Viele Kinder, die lange logopädisch betreut werden, hören einwandfrei, tun sich aber schwer, die Klänge auszuwählen:

„Sie haben ein Problem mit dem Zuhören, das heißt, sie hören gut, aber sie haben eine [schwierige] Selektivität: Sie sind unfähig zu unterscheiden, ob ein Klang höher oder tiefer ist als ein anderer."

Der „Hörtest" verwende dieselben Geräte wie ein medizinisches Audiogramm, präzisiert sie, doch man lese sie anders, um die Selektivität, die auditive Lateralität und die Räumlichkeit zu beobachten — „wie die Person zuhören wird, wie sie ihr Ohr benutzen wird, um zu kommunizieren".

Die Praxis: Mozart, gregorianischer Gesang, Mutterstimme

Es folgt die Schilderung des Ablaufs einer Behandlung. Nach einer Bilanz durchläuft das Kind intensive Stages — Sitzungen von zwei bis drei Stunden, zehn Tage lang, oft während der Ferien — beschrieben als ein regelrechtes „auditives Training" unter dem Kopfhörer.

Die Materialien sind genau. Zuerst die Musik von Mozart, gewählt für ihren Reichtum an hohen Klängen und ihren Charakter, den sie als „belebend" bezeichnet. Der gregorianische Gesang am Ende der Sitzung, um „die Person in ihren Körper zurückzuholen". Und vor allem die Mutterstimme, die sie als die markanteste Entdeckung von Tomatis darstellt: Man nimmt eine Mutter auf, die Der kleine Prinz liest, und filtert diese Aufnahme dann so, dass nur die Höhen erhalten bleiben, um nachzubilden, was das Kind in utero wahrnahm, im Fruchtwasser. Sie gibt davon ein vertrautes Bild:

„Ich sage den Kindern oft: Es klingt wie Canal+ ohne Decoder."

Sie erwähnt auch die eigenständige Rolle, die dem Vater zugeschrieben wird — verbunden mit Sprache und Rahmen statt mit der Aufnahme der Stimme —, die Nutzung der Methode für das Erlernen von Fremdsprachen (indem man Der kleine Prinz in der Zielsprache filtert), eine Überlegung zum Vagusnerv und die für ihre Praxis eigene Hinzufügung von Delfinklängen. Über den Sinn all dessen schließt sie nüchtern, befragt nach dem, was für sie „gut hören" bedeutet:

„Es ist die Freude an der Kommunikation. Und im Leben ist es das Teilen."

Heute: Was die Wissenschaft sagt

Dieses Zeugnis gibt die Praxis einer Praktikerin in ihren eigenen Worten zu hören; mehrere Aussagen verdienen es, im Licht des heutigen Wissensstandes neu eingeordnet zu werden.

Die Unterscheidung hören / zuhören ist zutreffend — man kann einen Klang wahrnehmen, ohne ihn aktiv zu verarbeiten —, und die Besonderheiten der auditiven Verarbeitung sind gut dokumentiert. Doch diese anfängliche Intuition rechtfertigt nicht die Anwendungen, die daraus abgeleitet werden.

Trisomie 21. Dass das Hörtraining „die Entwicklung leichter vonstattengehen lässt" bei einem Säugling mit Trisomie 21, wird durch keinen Beweis gestützt. Die Entwicklung des Kindes mit Trisomie profitiert von validierten frühen Begleitungen (Physiotherapie, Logopädie, fachärztliche Betreuung); nichts deutet darauf hin, dass die Tomatis-Methode sie verändert.

Autismus und „Delfinklänge". Delfinklängen einen „gleichen Einfluss auf die Hirnströme" zuzuschreiben, beruht auf keiner wissenschaftlichen Grundlage. Allgemeiner kommen die systematischen Übersichtsarbeiten — darunter eine Cochrane-Übersicht — zu dem Schluss, dass es keinen Wirksamkeitsnachweis für das Hörtraining (einschließlich der Tomatis-Methode) beim Autismus gibt.

Vagusnerv. Die Vorstellung, die Stimulation des Trommelfells würde den Vagusnerv „wieder in Ordnung bringen", entspricht nicht der gesicherten Physiologie. Die Vagusstimulation ist ein reales Forschungsfeld, doch ohne nachgewiesenen Zusammenhang mit der Hörkur.

Nichts davon stellt die Aufrichtigkeit der Praktikerin in Frage; es geht darum, daran zu erinnern, dass ein Zeugnis über eine Praxis kein Wirksamkeitsnachweis ist und dass die angesprochenen Störungen in validierte ärztliche Behandlungen gehören.

Quellen


Anmerkung der Redaktion: Dieses Zeugnis wird als patrimoniales Dokument wiedergegeben, wie ein Archivstück. Es gibt den Werdegang und die Praxis einer Praktikerin der Methode in ihren eigenen Worten wieder; seine Veröffentlichung stellt weder eine Bestätigung der vorgebrachten Erklärungen noch eine Empfehlung der Methode dar, im Einklang mit der redaktionellen Linie der Website, die die Audio-Psycho-Phonologie weder verteidigt noch bewirbt.

Vollständige Transkription

Aus den automatischen Untertiteln des Videos erstellte Transkription, zur besseren Lesbarkeit bereinigt und mit Satzzeichen versehen. Die Transkription bleibt in der Originalsprache (Französisch). Einige Passagen, aus einer unvollkommenen Spracherkennung stammend, bleiben ungefähr; unsichere Eigennamen wurden mit Vorsicht beibehalten.

— Ce soir, pour « Psychologies, nouvelle génération », j’ai le plaisir d’accueillir Violaine Chrétien. Bonsoir, Violaine.

— Bonsoir.

— Bienvenue. Alors, vous nous offrez un voyage assez extraordinaire, parce que vous allez nous accompagner dans votre pratique, qui est autour de l’oreille, tout à fait, et qui se nomme la PP — l’audio-psycho-phonologie. Comment avez-vous découvert cette méthode ?

— Au départ, moi, je suis surtout orthophoniste, et l’orthophonie s’occupe d’enfants ayant des difficultés, etc. Il se trouve que j’écrivais dans un petit journal d’une association que j’avais montée avec des amis, et j’ai eu l’occasion de faire une interview. J’ai voulu interviewer le professeur Tomatis, qui avait mis au point cette méthode qui s’appelle donc la PP, l’audio-psycho-phonologie. Quand j’ai pris mon téléphone pour interviewer le professeur Tomatis, on m’a dit : « Ah non, ce n’est pas possible, il faut six mois de délai. » Et là, je me suis dit : « Mais ce n’est pas possible, il faut que je rende mon papier dans un mois. » On m’a mise en contact avec une autre orthophoniste, qui était donc formée à la méthode, qui faisait la méthode, et qui a eu la gentillesse de me recevoir. On a fait une interview qui a duré trois heures, et au bout de cette interview, elle m’a proposé de faire un test d’écoute pour moi.

Nous avons fait ce fameux test d’écoute, qui est interne à la méthode de Tomatis. Elle m’a lu le test d’écoute, et… bon, c’est un test qui est quand même un petit peu puissant, où on vous dit pas mal de choses sur votre personnalité. J’étais un petit peu blessée, mais je suis partie avec mes notes. J’ai remis mes notes au propre, et le lundi matin je lui ai relu mon interview, et je lui dis : « Maintenant, qu’est-ce que je fais pour corriger tous les défauts dont vous m’avez parlé ? » Et elle m’a dit : « Venez mettre le casque. » Voilà comment mon aventure a commencé.

Donc, le lendemain, j’étais à son cabinet, j’ai fait la méthode pour moi, et ça a changé énormément de choses. Déjà, ça a changé ma voix : mes amis ne me laissaient plus de message sur mon répondeur parce qu’ils ne me reconnaissaient plus. Ça a changé beaucoup de choses au niveau des rapports avec ma mère, et pas mal de choses dans ma vie de tous les jours. Je me suis dit : « C’est intéressant, voyons voir ce que ça va donner avec les enfants. » À l’époque, j’avais un cabinet dans le 7ᵉ arrondissement. J’ai envoyé les enfants que je traînais en orthophonie classique depuis un an, je me suis dit : « On va tester. » Et ils ont tous démarré en flèche, au niveau de la scolarité, des résultats ; ça allait mieux avec les parents. Je me suis dit : « Là, il y a vraiment quelque chose à faire. »

J’avais mon cabinet, je n’avais pas forcément les moyens de refaire des études, et j’ai eu la chance d’avoir mes parents qui m’ont dit : « On te suit. » J’ai repris des études, j’ai fait deux ans d’études pour apprendre cette fameuse méthode, et puis, de fil en aiguille, je me suis associée avec cette personne qui m’avait gentiment accueillie pour faire cette interview. Voilà comment a commencé mon aventure Tomatis.

— Alors, avant d’aller vers la méthode et de nous expliquer comment ça fonctionne : qui était Alfred Tomatis ?

— Alfred Tomatis était médecin ORL. Il est décédé aujourd’hui depuis une vingtaine d’années. C’est un médecin qui a commencé à travailler dans l’aéronautique. Au départ, il est fils de chanteur, donc il connaissait bien le milieu des chanteurs, et son père lui a envoyé des amis qui avaient des problèmes de voix. Il leur a fait des traitements comme tout ORL pouvait faire. Il travaillait aussi en parallèle dans l’aéronautique. L’outil de travail de l’ORL, c’est l’audiogramme. Il passait des audiogrammes à ces personnes, et il se rendait compte qu’en fait la courbe était abîmée — la courbe auditive était abîmée parce que ces personnes, travaillant dans le bruit, avaient lésé leurs oreilles. Et il a eu une idée absolument géniale : il s’est rendu compte qu’en fait l’oreille était très en lien avec la voix, et que la voix ne pouvait reproduire que ce que l’oreille écoutait correctement. Voilà, et c’est de ces recherches que sont parties [les lois] Tomatis.

— Et justement, Violaine, qu’est-ce qui permet de différencier la courbe d’un ORL de ce que vous faites, vous ?

— Alors, l’audiogramme est un test médical : c’est un test qui permet de savoir si la personne entend bien. Le test d’écoute se fait avec les mêmes machines, mais on va le lire différemment, et on va tester d’autres choses. On va tester effectivement le seuil [auditif], c’est-à-dire si la personne a, oui ou non, une surdité — ça, effectivement, on peut le voir. Mais on va surtout regarder ce qu’on appelle la sélectivité, c’est-à-dire si une personne est capable de distinguer un son aigu d’un son grave. On va tester la latéralité auditive : de quelle oreille la personne entend le langage. On va tester la spatialisation : si la personne est capable de se repérer dans l’espace par rapport aux sons. Voilà les choses qu’on va vraiment observer dans le fameux test d’écoute, à travers ces critères : comment la personne va écouter, comment elle va utiliser son oreille pour communiquer, pour la vie de tous les jours.

— Justement, « entendre », « écouter », je crois que vous différenciez les deux.

— Oui, c’est ça. On peut très bien entendre sans rien écouter. Et, pour en revenir aux enfants : quand on a des enfants en orthophonie qu’on traîne pendant des années, très souvent, en fait, ils ont un problème d’écoute, c’est-à-dire qu’ils entendent bien, mais ils ont une sélectivité difficile, ils sont incapables de distinguer si un son est plus aigu ou plus grave qu’un autre. À partir du moment où ils sont dans un flou artistique — c’est un peu comme Tomatis disait — quand ils écoutent le langage, ils reçoivent un sac de mots sur la tête, et il faut qu’ils fassent l’effort de les remettre dans l’ordre. C’est juste impossible. Donc, tant qu’on n’a pas travaillé sur la sélectivité, on ne peut pas rééduquer un enfant en orthophonie classique. L’outil Tomatis est intéressant à utiliser avant de faire de l’orthophonie classique, pour que l’orthophonie classique aille plus vite.

— Alors, comment fonctionne une séance, chez vous, avec cet outil ?

— Déjà, quand un enfant vient me voir, je le reçois avec ses deux parents — pas seulement avec l’enfant. Avec les adultes aussi. Alors, c’est de quatre ans jusqu’à 80, 90 ans, parce qu’avant 4 ans, les enfants n’aiment pas voir un casque sur les oreilles. Je dis ça, mais c’est pour rire, parce qu’on peut très bien l’utiliser avec des bébés. Dans ce cas-là, on met le bébé sur la maman, et on peut l’utiliser pour un enfant qui a, par exemple, un syndrome de Down, une trisomie : on va l’aider à ce que le développement se fasse plus facilement, et à ce moment-là, on lui mettra un casque sur les oreilles tout petit. Mais en général, c’est vers 4 ans, et après jusqu’à 90 ans sans problème. C’est une écoute.

— Avec un casque comme celui-ci ?

— Oui. Donc, en premier, l’enfant vient avec ses parents. On fait un bilan, avec ce test d’écoute, avec un bilan orthophonique, avec un bilan psychologique. Et après, on lit ensemble ce test d’écoute, et en fonction des difficultés de l’enfant, je montre pourquoi ils atteignent telles difficultés. Je propose un programme de rééducation, et la rééducation se fait avec la maman, en premier, en stages intensifs : l’enfant vient pour des séances de deux ou trois heures d’affilée pendant dix jours, généralement pendant les vacances scolaires. C’est un temps très intense, vraiment un entraînement auditif, avec un casque, pour réparer une oreille qui dysfonctionne.

— Et quelles sont les difficultés qu’amènent vos patients ?

— Alors, si c’est un enfant, souvent ça peut être des retards de parole, de langage, des dyslexies, des problèmes de calcul, des bégaiements, des problèmes de placement de voix — essentiellement, chez les enfants. Après, chez les adultes, ça peut être des gens qui sont en thérapie et qui ont besoin d’avancer plus vite, des gens qui sont fatigués, des gens qui sont dépressifs, des gens qui ont besoin d’avoir une meilleure voix. Chez les adultes, on en a pas mal, par exemple des professeurs qui ont du mal à placer leur voix. La voix d’un professeur est extrêmement importante : un professeur qui crie casse les oreilles des enfants. Il faut vraiment que la voix soit bien placée, et un professeur qui a une voix mal placée a très souvent des aphonies. On a besoin de réparer la voix en passant par l’oreille.

— Et qu’est-ce que vous utilisez ? Des voix ?

— Oui, tout à fait, il y a des supports bien précis. Essentiellement, on utilise la musique de Mozart. Mozart, parce que c’était un compositeur mort extrêmement jeune, donc il n’a pas eu le temps d’avoir une oreille abîmée par l’âge ; il a été porté par une maman qui était musicienne, il a été baigné dans la musique depuis tout petit, et c’était un jeune homme dynamique, donc sa musique est dynamisante. On utilise la musique de Mozart pour cette raison-là. Tomatis a fait beaucoup de recherches avec différents compositeurs, et c’est le seul qui utilise un maximum de sons aigus, parce qu’il y a beaucoup de violons, de [cordes], de harpe. Donc, la musique de Mozart est dynamisante, et cela, quelle que soit la langue qu’on parle.

En général, on termine une séance d’entraînement auditif avec du chant grégorien, pour ramener la personne dans son corps, de façon à ce qu’elle soit vraiment bien dans son corps avant de repartir. C’est l’ancrage. Le chant grégorien, c’est quelque chose de plus grave, qui permet de redescendre. Et sinon, on utilise évidemment la voix maternelle. Ça, c’est extraordinaire, c’est une découverte de Tomatis absolument géniale : en fait, le langage commence à se créer dès la conception. Une maman parle à son enfant quand elle attend, elle se caresse le ventre… Le lien mère-enfant se fait dès la conception. In utero, l’oreille est terminée à cinq mois et demi de grossesse : c’est un des premiers organes à être terminé, pour être fonctionnel quand l’enfant va naître. On utilise la voix maternelle : on prend Le Petit Prince. On sélectionne des chapitres plus ou moins chargés au niveau affectif, et on demande à la maman de faire une lecture de ce Petit Prince avec tout le cœur qu’une maman peut mettre, comme si elle faisait un cadeau à son enfant. Une fois qu’on a cet enregistrement, on va le moduler et le filtrer pour reproduire ce que l’enfant entend in utero. On ne garde que les aigus : il entend l’histoire du Petit Prince complètement transformée.

— Mais alors, c’est complètement inaudible au niveau du sens. Pourquoi le transformer comme ça et ne garder que les aigus ?

— Tout simplement parce que le fœtus est dans le liquide amniotique. À partir du moment où il est dans le liquide amniotique, il va y avoir un filtrage. Pour donner une idée, je dis souvent aux enfants : ça ressemble à du Canal+ sans décodeur. Ce bruit va permettre un revécu intra-utérin. Et ce qui est extraordinaire, c’est qu’à partir du moment où l’enfant entend la voix maternelle… J’ai dans mon cabinet une petite pièce, et l’enfant, très souvent, va se mettre sous les couvertures pour écouter cette voix. Ce travail va vraiment permettre de retrouver cet espace où, en général, on est nourri, logé, blanchi, où il y a vraiment tout, cet espace d’amour. Quand la grossesse s’est bien passée, c’est vraiment un cadeau que la maman peut faire à son enfant.

— Comment faites-vous avec des enfants adoptés, qui n’ont pas la chance d’avoir cette voix maternelle biologique ?

— Au départ, Tomatis disait : quand on n’a pas de voix maternelle, on se débrouille avec la musique, on n’a pas d’autre choix. Il se trouve que, pour moi, avec l’expérience — maintenant ça fait trente ans que je fais ce métier et trente ans que j’utilise la méthode Tomatis —, j’ai eu un jour un enfant en séance. On en était à trois ou quatre sessions, et il ne bougeait pas. Un jour, cet enfant est venu me voir en me disant : « Mais moi, je ne comprends pas pourquoi je n’ai pas Canal+ » — cette fameuse voix filtrée que les autres enfants avaient, puisqu’ils avaient leur maman. Je lui dis : « Tu sais bien pourquoi. » Il me dit : « Oui, parce que ma maman est morte. » Je lui dis : « On n’a pas la voix de ta maman. » Et il m’a montré sa maman adoptante, il m’a dit : « Mais ma maman, c’est elle. » Là, je me suis autorisée à enregistrer la voix de cette maman qui avait adopté cet enfant très tôt — il était arrivé dans ce foyer à trois mois — et l’enfant a démarré, lui aussi, en flèche. À partir de ce moment-là, je me suis dit : « J’utiliserai les voix maternelles adoptantes. » Évidemment, on ne peut pas utiliser une voix maternelle adoptante pour faire ce qu’on appelle l’accouchement sonique.

— C’est-à-dire ?

— Il y a deux sessions minimum dans ce travail avec un enfant. Une première session où l’enfant est sous casque, avec une machine qui va travailler au niveau de son oreille, et on utilise la voix maternelle filtrée. Lors de la deuxième session, qui a lieu un mois après et où c’est le père qui accompagne l’enfant, on va avoir la phase de langage — puisque la voix, c’est la maman, qui donne le rythme, et le langage, c’est le papa, qui est responsable de la sémantique. On met l’enfant sous casque, et là on va petit à petit enlever les filtres de la voix maternelle. On reproduit en fait comme un accouchement : l’enfant passe du liquide amniotique à un milieu aérien, donc petit à petit son oreille perçoit, et à ce moment-là il entend une voix à peu près audible. À peu près audible, parce que l’enfant va mettre onze années à avoir une oreille avec toutes les options ouvertes — c’est pour ça que, normalement, on apprend la langue étrangère à partir de la sixième. Cet enfant adopté n’avait pas eu cet accouchement sonique ; on l’a fait avec la musique.

— Et avec ce système, il a réussi à retrouver une vie scolaire normale, un apprentissage qui se passait bien ?

— Voilà, un enfant qui allait bien.

— J’ai entendu tout à l’heure que ça pouvait aussi être utilisé pour les langues étrangères ?

— Effectivement, parce que chaque langue a une bande de fréquences. Nous, en France, on a une bande de fréquences extrêmement étroite, entre 1000 et 3000 hertz, et préférentiellement entre 1000 et 2000 hertz : c’est vraiment notre zone de confort. C’est pour ça qu’on est assez nuls dans les langues étrangères. Les meilleurs sont les Slaves, qui ont une bande de fréquences extrêmement étendue et qui, du coup, peuvent apprendre des langues très facilement. Quand une personne a besoin par exemple d’apprendre l’anglais, on va lui faire un milieu anglophone : on utilise encore Le Petit Prince — c’est toujours le même support —, mais dans la langue anglaise. La personne a un casque sur les oreilles, et on va lui passer Le Petit Prince en anglais, filtré, sans la voix maternelle. En première phase, phase passive, il écoute uniquement l’anglais filtré. En deuxième phase, on va travailler avec de la répétition de mots, de la lecture à haute voix, différents modules pour travailler l’accent à proprement parler.

— Et vous remarquez des progrès ?

— Il y a vraiment, d’abord, une envie : peut-être une envie d’écouter la BBC, une envie d’aller vers la langue, alors que très souvent les Français ont beaucoup de mal avec l’anglais. Tout d’un coup, il y a une envie. Alors, ça ne doit pas dispenser de prendre des cours de grammaire, mais ça ouvre l’oreille à la langue anglaise, et à ce moment-là la personne se met à l’anglais. J’ai eu pas mal de personnes coincées dans leur travail parce qu’elles ne parlaient pas anglais — et, de nos jours, ne pas parler anglais, c’est compliqué. Vraiment, ça marche bien.

— Donc, en récupérant, grâce au casque et à cette bande passante, avec la voix… On récupère beaucoup de choses. C’était important, ça, pour Tomatis.

— Tout à fait. La bonne nouvelle, c’est qu’il n’y a pas d’âge pour réparer ça, c’est extraordinaire. À partir du moment où on se fait ce cadeau de venir mettre le casque sur les oreilles, on a automatiquement des choses qui vont aller mieux. Il y a une chose aussi très importante : on parle beaucoup, en ce moment, du nerf pneumogastrique, le nerf vague, qui irrigue beaucoup d’organes dans le corps et qui a un impact sur les intestins. Il se trouve que ce nerf vague est stimulé par le travail qu’on fait au niveau auditif, parce qu’en ayant le casque sur les oreilles, on travaille sur la voie aérienne et la voie osseuse, donc l’oreille moyenne et l’oreille interne. En travaillant sur l’oreille moyenne, il se trouve qu’il y a une branche du nerf vague qui est adossée au tympan. En stimulant le tympan — c’est une stimulation au niveau du muscle de l’étrier et du muscle du marteau —, on va avoir un impact sur le nerf vague, et on remet beaucoup de choses en place au niveau corporel.

— Et le nerf vague, des études ont montré qu’il était aussi très interactif dans la relation du bébé avec son parent, et qu’il pouvait se développer ou s’amoindrir selon la façon dont l’enfant était porté ?

— Tout à fait. Et puis le nerf vague, c’est aussi les intestins, toutes les bactéries. On dit que c’est le deuxième cerveau ; à partir du moment où le ventre fonctionne bien, le cerveau fonctionne bien.

— Je crois que vous utilisez aussi des sons de dauphins ?

— Oui, ça, c’était une découverte que j’ai faite, qui n’était pas au départ dans la méthode Tomatis. Un jour, j’ai eu l’occasion d’aller à un congrès sur les cétacés, les baleines, et de rencontrer une jeune femme qui travaillait beaucoup avec les enfants autistes, en Australie. Je lui ai dit : « Je travaille avec la méthode Tomatis », et je l’ai interrogée par rapport aux dauphins. Elle m’a dit que Tomatis travaillait avec Mozart et qu’elle travaillait avec les dauphins, et qu’en fait on avait exactement le même impact au niveau cérébral, au niveau des ondes cérébrales. À partir de là, j’ai commencé à utiliser les dauphins, et effectivement les enfants adorent, parce que ça leur fait un petit break entre deux temps de voix maternelle. La voix maternelle, en fin de séance, les dauphins ne sont pas toujours très bien perçus ; je les utilise aussi avec les mamans, et en fonction du vécu des parents, c’est quelque chose d’agréable ou de désagréable. Ça permet aussi aux mamans qui sont sous casque de régler des choses à leur niveau.

— Je rebondis sur la question du père : vous n’avez jamais fait d’enregistrement avec la voix paternelle ?

— Non, je ne fais pas d’enregistrement avec la voix paternelle, parce qu’en fait c’est la maman qui, en premier, impacte le bébé. Mais le papa a un autre travail : il est responsable du langage, de la confiance en soi, il est aussi responsable de la loi, du cadre. La méthode permet de remettre chacun à sa place : la maman est là pour donner l’affectif, pour donner le sein, et le père va émanciper l’enfant. On a vraiment besoin de ces deux rôles distincts pour aider l’enfant à grandir. On va intégrer le papa, non pas en utilisant sa voix, mais en lui demandant de venir faire un test d’écoute aussi, puis une programmation avec son enfant : soit il vient faire des jeux avec son enfant quand celui-ci est sous casque, soit il me fait une liste des activités qu’il a envie de partager avec lui. Très souvent, ça permet au père et à l’enfant de se remettre en phase, de faire des choses seuls — sans la fratrie, sans la maman —, de partager un moment qui ne soit pas un moment où on parle d’école ni de notes, mais vraiment une activité plaisir.

— C’est pourquoi, je crois, au début vous demandez de dessiner un arbre, pour le maternel, pour le paternel ?

— Dans le bilan préalable, qui dure quand même deux heures, on demande à l’enfant de dessiner trois arbres : un premier en lien avec l’oreille droite, sur le test d’écoute, et qui sera aussi en lien avec le père ; un deuxième en lien avec la relation à la mère ; et un troisième qui sera l’arbre du devenir, son arbre, vers lequel il tend. On va comparer les trois arbres. Normalement, moi je n’en dessine que trois, mais à l’origine il y en avait cinq : un autre où on dessine les yeux fermés, pour voir l’intégration du schéma corporel, et un autre avec l’autre main que la main dominante. Ça, quelquefois je le fais, là, quand j’ai un enfant qui a des problèmes neurologiques ou des choses comme ça.

— C’est vraiment passionnant. Merci beaucoup, Violaine, d’avoir répondu à mes questions aujourd’hui. J’avais envie de vous demander : c’est quoi, pour vous, « bien entendre » ?

— C’est le plaisir de la communication. Et, dans la vie, c’est le partage. Je crois que c’est déjà pas mal.

— Merci beaucoup, Violaine.

— Merci beaucoup de m’avoir invitée à transmettre cette passion.